Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789574
aildung hier faft durchweg bedingt zu haben. Zu Selinunt (Selinus) liege: 
allein fechs Peripteral-Tempel in Trümmern, drei in der Stadt (auf dem öftliche 
Hügel) und eben fo viele auf der Burg (dem welllichen Hügel), an denen lic 
zuerlt eine belonders fchwere, dann eine allmählich freier und leichter werdend 
Behandlungsweife des dorifchen Styles bemerklich macht. Vom größten der feli 
iuntifchen Tempel, den man als Heiligthum des Zeus bezeichnet, gibt Fig. 9 
ien Grundriß. 
Auch zu Agrigent (Akragas) lind Ueberrefte mehrerer bedeutender Tempi 
:rhalten, unter denen der des Olympifchen Zeus befondere Erwähnung verdier 
(Fig.  Seine gewaltige Ausdehnung zwan 
   1 einer feudo eri teralen Anordnun f d 
 Emil? ü P  P  51 0 a 
  linwmi" aus der Umfailungsmauer dorifche l-Ialbfäule 
   "iiilli  vortreten Im Inneren war das obere Gefcho 
 q 111i im durch koloffale Atlanten- oder Telamoner 
     figuren gebildet, welche, an die Mauer gelehn 
  .431,  1'   n  
 lcxifiihjl,   (iä 11  das vorfpringende Balkenwerk illLlIZtCfl(F1g. 176 
 CMNJCHM H;  ; Ein lehr fchon erhaltener, aber niemals wollende 
  . M f, l ter Peripteros fleht noch aufrecht zu Segelh 
   d r Hi 1  cr-s" 1 u anell'rt die stv bl" I a T 
    mxww i! K. au en nc i , Lln octe er repper 
 Mutig  {tufen noch mit den Zapfen verfehen, die ma 
 Wlllllitllliilillllillll"11.  für den Transport liehen gelalfen. Unter de 
       
 um Nimm"   .   
    i; lands) lind die von Paelhim (Pofeidonia) d 
'l"ig.176. Atlanten von Agrigent. bedeutendlten. Hier ill befonders der größer 
der fogenannte Pofeidonstempel (vergl. d: 
Durchfchnitt auf S. 77) bemerkenswerth als das einzige unter den Monument: 
des Alterthunis, in welchem {ich die oberen Säulen der inneren Cella, die fi 
die hypäthrale Anordnung notliwendig waren, erhalten haben. 
Epoche. 
Zweite 
Von 
Kimon 
bis 
Zllf 
Mdccdonifchcn 
Obcrhcrrfchaft. 
(470-338 v. Chr.) 
Auch jetzt bleibt der dorifche Styl noch vorwiegend in Anwendung. Ab 
feine Formen Iind zu edellter Anmuth gemildert, und hier erß zeigt er {ich 
jener glücklichen Verfchmelzung von dorifcher Kraft und ionifcher Grazie, wc 
che den Bauwerken diefer Zeit den Stempel vollendeter Schönheit attfprägt. IJ 
Verhältniffe werden fchlanker, leichter, ohne darum an WVürde zu verliere 
Aber auch der ionifche Styl erfährt jetzt erfl auf dem Boden Attikas fei: 
reinfte und anmuthiglle Durchbildung. Den höchftcn Adel zeigen die Monumen
        

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