Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789519
Rankenwerk, bisweilen verbunden mit figürlichen Elementen, zeigt. Eins de 
fchönften Beifpiele diefer Art ill das Antenkapitäl aus den inneren Propyläe 
von Eleulis (Fig. 171), welches dort mit ionifclucn Säulen correfpondirt, ein B6 
weis von der freieren Verwendung phantalievoller Formen, wie die fpätere grie 
chifche Zeit He liebte. Unferc Abbildung gibt auf den Ecken nach Böttichci 
ReIlauratiQiI Medufenmasken, obwohl die Spuren trotz flarker Verletzung ricl" 
tiger auf geflügelte Greife zu deuten lind. 
Der Ante entfprechend wird nun auch der Wandpfeiler (Pilafler) dr 
korinthifchen Ordnung gebildet. Die Balis ift wie bei der Ante der Säulenbaf 
gleich; das Kapitäl aber erhält in den fpäteren Monumenten dicfelbe Decoratio 
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ulenkapitäl vom Bogen des Hadx 
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wie das Kapitäl der Säule: zwei Reihen an der Spitze umgefchlagencr Akanthu 
blätter und darüber das Rankenwerk mit den Voluten, nur daß hier diefe Formc 
den rechtwinkligen Flächen atifgeheftet erfcheinen wie fie bei der Säule dr 
runden Kelch umgahen. Wir geben in Fig. 172 ein Pilafterkapitäl vom M 
nument des Philopapptxs zu Athen, einem unter Trajans Regierung errichten 
Werke. Es zeigt ebenfalls noch die der griechifchen Kunft eigenthümliche Schär 
und Klarheit der Zeichnung, namentlich die fein gefchnittenen Ausladungcn d 
Blätter. Zugleich erkennt man an- unfrer Figur, daß der Pilafter mit einem üb 
die vertiefte Fläche vorragenden, durch ein Kymation profilirten Rahmen ur 
zogen ift: ein in der fpäteren Zeit öfter wiederkehrendes Verfahren, durch w: 
ches aber der Ausdruck aufftrebender, ftützender Kraft abgefchwächt und d
        

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