Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789509
Wenn wir mehr von den Prachtbauten der Zeit nach Alexander (der Dia- 
chenzeit) Wüßtell, fo würden wir über die weitere Entwicklung der korinthi- 
ICH Bauweife ohne Zweifel wichtige Auffchlüffe erhalten, und es würde {ich 
dleicht herausilellen, daß die Römer das korinthifche Kapitäl fchon im Wefent- 
hen fo vorgebildet fanden, wie wir es in allen ihren Bauten antreffen. Ein 
weis dafür lind die während der Römcrzeit auf griechifchem Boden cntflande- 
n Kapitäle diefer Gattung, die zwar im Ganzen den rönuifchen gleichen, aber 
der Zeichnung der einzelnen Formen eine felbfländige griechifche Außatfung 
rrathen. Wir geben als Beifpiel unter IPig. 170 ein Kapital vom Iladriailsbogen 
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 Athen. Ein Vergleich mit dem Kapitäl von Milet (Fig. 169) wird zeigen, 
ß die obere Hälfte mit ihren Volutcn weiter ausgebildet ill, daß in allen For- 
en eine minder zarte Hand {ich verräth; aber ein Vergleich mit römifch-lto- 
ithifchen Kapitälen wie Fig. 193 u. 219 wird die fcharfe, elallifche Bildung des 
attwerks, gegenüber der rundlicheren, inafligeren des Römerwerkes, unverkenn- 
tr als griechifche Eigenthümlichkcit heraustreten laITen. An diefer Behandlung 
lben die griechifchen Architekten bis in die fpätefte Zeit fellgehaltcn. 
Die Ante erhält in diefer Bauweife ein Kanitäl, welches dem der Säule nach-
        

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