Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789462
Der 
korinthifche 
Styl. 
107 
als folchen noch charakterilirte, in Wirklichkeit aber ihn als einen ununter- 
brochen fortlaufenden, aus Harken Blöcken beflehenden Fries behandelte und 
nun das Gebälk vom Architrav auf die Höhe des Friefes hinaufhob. Diefe 
Befchaffeilhcit zeigen die fämmtlichen erhaltenen dorifchen Monumente, was man 
namentlich bei den peripteralen Anlagen fchon im Grundriß daraus erkennt, 
daß die betreffenden Säulen des Perillyls nicht normal auf die Anten des Tem- 
pels gerichtet find. 
  
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Fig- 
Von der Decke der Karyatidenhalle. 
Erechthcion. 
Die Anwendung farbiger Zuthat an ionifchen Monumenten fcheint in dem 
Maße allmählich zurückgetreten zu fein, wie die plaflifche Ausprägung der Bau- 
glieder zunahm. Doch ifl es zu beachten, daß man felbfl an den Voluten der 
Kapitäle Farbenfpuren und in den Augen derfelben Goldrefle entdeckt hat. 
Ueberhailpt fcheint die Vergoldung bei Werken ionifchen Styls beforiders bevor- 
zugt gewefen zu fein. Der Grund des Friefes und des Giebclfeldes, von welchem 
die Bildwerke {ich abheben, wird eine entfchiedene Färbung gehabt haben. 
Der 
korinthische 
Styl. 
 Die Eigenthünalichlaeiten der korinthifchen Bauweife lind mit wenig 
Worten zu bezeichnen. Während jene beiden Style gleich bedeutfam, gleich ori- 
ginell neben einander beftanden, erblühte der korinthifche als Abart und Mifchung 
aus beiden eril in fpäterer Zeit, und zwar in der prachtliebenden, reichen Han- 
delßadt, von der er den Namen trägt. Er geflaltete Iich nicht mehr zu einem 
neuen baulichen Syileme, fondern brachte es nur zu neueh, reicheren Combina- 
tionen des bereits Vorhandenen. S0 berichtet denn auch Vitruv fchon, daß mit
        

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