Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789335
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Baukunfl. 
Griechifche 
Unterbau verknüpft. Zur reiffleil Entwicklung ift die Balls an der Nordhalle des 
Ercchtheions (Fig. 132) gelangt, deren oberen Torus ein geflochtenes Band um- 
giebt. Ebcnfo fchön entwickelt, aber durch die geringere Ausladung etwas fleiler 
zeigt {ich Fig. 131 von der Ofihalle desfelben Gebäudes; der obere Torus hat 
  
 
 
I)  
ionifcher Torus. 
horizontale fcharf vertretende Rippen. Analog wird auch der Fuß der Ante ge- 
bildet, die im ionifchen Styl gleich der Säule durch eine befonderc Balis den 
Ausdruck einer größeren Selbüändigkeit gewinnt (Fig. I3! u. 133). Die ionifche 
Balis an den großen Monumenterl Kleinaliens llcllt in ihrer einfachllen überaus 
HW    energifchen Form Fig. 126 vom Apollotempel bei 
   Milet dar. Alterthürnlicher erfcheint die Balls vom 
 Heräon zu Samos (Fig. 134.), weil in ihr anflatt 
 der beiden tief eingekehlten Trochili nur ein fol- 
Fig "a Auf _ls_ ches Glied von geringer Einziehung aber von be- 
deutender Höhe, und gleich dem Torus von be- 
lebter Gliederung vorkommt. Am reifßen durchgcbildct zeigt {ich die ionifche 
Bafis am Athena-Tempel von Priene (Fig. 135), nur daß der obere Torus bloß 
an feiner unteren Plälfte gegliedert ifl. 
Die nun auffleigcilde Säule (Fig. 136) hat eine leichtere, fchlanlaere Gcflalt 
als die dorifche, eine mäßigere Verjüngung (ein Scchflel, bisweilen nur ein Sie- 
äüüm 
 
iff   
Fig. 13x. Antenbafls. 
Oßhnlle. 
bentel, feltener ein Fünftel des unteren Diurchn-lelfers) und eine leifere Anfchwellung". 
Während die Länge des dorifclmen Säulenfchaües an den bellen Monumenten 
noch nicht 6 unteren DurchmclTern (Slß-SJA) gleich kam, erreicht die ionifchc 
Säule deren 81il.i_91f2_ Auch der Abfland der Säulen, bei den dorifchen Tem-
        

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