Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Geschichte der Baustyle
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-787987
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-789292
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Baukunfl. 
Griechifche 
gefchobenen Giebel des Daches trägt. Die durch theilweife Aushöhlung entftan- 
dene, etwas abwärts geneigte untere Fläche erleichtert die Maife und ermöglicht 
ihr, bei geringem AuHager, welches {ie auf dem Gebälk mit den nach der Cella- 
wand gehenden Deckbalken theilen rnuß, die ftarke Ausladung. An der Unter- 
Häche des Gefimfes treten viereckige Platten hervor, die man als Dielenköpfe 
 I; (Mutuli) bezeichnet; eine über jeder 
  Triglyphe, eine" über jeder Metope. 
Sir-wäge?   E51,  T j Die untere Fläche derfelben ift durch 
 LJ-L  i dreimal fechs keilförmig gebildete 
  j- l Tropfen verziert. l)as Dachge- 
  iä T [ims oder Geifon des Giebels befleht 
     4;- I aus derfelben Platte, welche das 
       j Kranzgefims bildete; jedoch ohne die 
    U   i- ij- Mutuli mit ihren Tropfen. Ueber die 
       l Obere Platte des Gefimfes erhebt {ich 
     J,-  noch ein Glied von gefchwungener 
 t     J- Form, die Rinnleille (Sima), hinter 
     welcher {ich das Regenwailier fam- 
 i i   j rnelt. Ihr Ende pflegt mit einem 
     1:- Löwenkopfe geziert zu fein, der 
 j i    ' durch ein Rohr das Wailicr weit 
  E  ;i   vom Gebäude hinweg leitet. In Fig. 
 E?         117 geben wir eine perfgectixufche 
     i;   d"? Obflltll lihellel ldes 
     I griec 1. c, (.11  empc s, aus we c. er 
ä  Q3? väg    i?  ie Emze eiten der Conflruction 
  lägh  Iää  f T anfchatthch werden. Stirnziegel, 
.15 w-i-ä,  5:    f au einer a e an en eien um 
 L i Firßziegel auf der Mitte des Giebels. 
  Der Giebel felbfll (das TYmPanon), 
 beim dorifchen Bau fehr niedrig, 
Fig. 1x8. Grundrifs den: Decke des Nemelistempels hat vor {einer hinter dem Geüms 
zu lxhnmnus. 
 weit zurücktretenden Fläche, die aus 
attfrechtflehenden Platten gebildet ifl, den erhabenüen Bildfchmuck des Gebäu- 
des, Gruppen von Statuen, die {ich auf den Mythos der betreffenden Gottheit 
beziehen. (Vgl. Fig. 69 den Tempel von Aegina.) 
Die Decke der Säulenhalle (vgl. Fig. 117 u. 118) wird durch die hinter den 
Triglyplmen und auf der Cellamauer aufliegenden Balken und die zwifchen diefen 
gelegten Platten gebildet. Die Stirn der Balken ifl alfo urfprünglich jedesmal 
nur hinter den Triglyphen liegend zu denken, mit denen zufammen lie die Oeff- 
nungen der Metopenbewirkten. Auf das Gerüfl diefer Balken und der Epillyle
        

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