Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688337
stab zu ergreifen, und mit dem heimatlichen Boden zu 
eng verwachsen, als dass er seine Vaterstadt, den Schau- 
platz seines Lebenswerkes, hätte verlassen können und 
wollen, blieb er und ertrug die schwere Zeit. Aber 
seinen Söhnen wollte er es nicht wehren, in die weite 
Welt zu ziehen und dort ihr Glück zu suchen. Im 
protestantischen Norden, wo die kaiserliche Gewalt noch 
nicht die Überhand gewonnen hatte, konnten sie es viel- 
leicht finden. Bei der schwedischen Besatzung hatte er 
sich einen guten Namen gemacht; was der Vater bei 
ihr galt, kam doch auch den Söhnen zu gut. Als daher 
die schwedischen Truppen Augsburg räumten, gab er 
dem befreundeten Kommandanten drei seiner Söhne mit, 
unter 
seinem Schutz die Reise aus der 
Heimat 
machen. 
ZU 
xAnnO IÖ35  berichtet er  wie dise Statt überging 
und wider kaiserisch worden, so haben meine drei 
Söhne, nemblich Elias, der Mahler, jeronimus, der Golt- 
Schmidt, und Hans, Kistlersgesell, sich den 28. Mayo 
am Mittwochen mit dem schwedischen Comandanten, Herrn 
Hans Jörg auss dem Winckhel, unter dem alten Blauen 
Finischen Regiment auch hinausbegebexi und alle drei 
wol ausstaffirt und mundirt mitabgezogen und in den 
3 ersten Gliedern des Capitein-Leutenants Compagnie 
hinausmarschirt. Herr Comandant hat mirs versprochen, 
dass sy dise meine 3 Söhne alle Nacht in gemelten 
Herrn Capiteins-Leutenants Quartier sollen logiert werden, 
bis sy nach Erfurt sicher kommen oder wohin der Marsch 
weiter geen solte; wolte sy dann lassen, wo sy irem 
Handtwerck nach wollten; er wolle sy schon mit einem 
genuegsamen Pass alsdann versehen und sollen von ihme 
unaufgehalten sein. Und seint zwar mit Erduldung grossen 
Ungemachs wegen überaus bösem Wetters glücklich nach
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.