Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688307
hard Rohlingen zur Ehre, dass er alles that, was 
in seinen Kräften stand, das Unglück abzuwehren. Aber 
vergebens. Der Notstand dauerte schon mehrere jahre. 
Da erschien am 20. Januar 1631 ein kaiserliches Reskript 
des Inhaltes: Es wäre dem Kaiser berichtet worden, dass 
die noch vor der Reformation (Gegenreformation) in den 
Rat gewählten, bis jetzt noch geduldeten sechzehn Rats- 
herren sich noch nicht den kaiserlichen Befehlen gefügt, 
ja auch andere davon abgehalten hätten. Zwar habe die 
unkatholische Bürgerschaft einen Protest in Regensburg 
eingereicht, allein es müsse bei den kaiserlichen Befehlen 
sein Bewenden haben, und diejenigen unkatholischen 
Ratsverwandten und Stadtbeamten, so sich nicht (zum 
Übertritt) bequemen würden, müssten entsetzt und an 
ihre Stelle katholische genommen werden. Der Stadt- 
werkmeister Elias H oll gehörte nun auch zu denjenigen, 
welche sich nicht xbequemtene. Er verlor deshalb sein 
Amt und kam um den grössten Teil seines Vermögens, 
das er sich durch seinen Fleiss erworben und in der 
Stadtkasse angelegt hatte. Er selbst erzählt seine Leidens- 
geschichte also: nDieses 1631. jahres den 20. jenncr 
haben meine Herren mich Elias Hollcn, der ich durch 
göttlichen Beistand in das dreysigste jahr alhie zu Augs- 
burg bestellter Werckmaister gewesen, umbwegen dass 
ich nit in die päpstliche Kirche gehen, mein wahre Religion 
verleugnen und, wie mans genendt, nit bequemen wollte, 
beurlaubt; derowegen ich umb ein ehrlichen Abscheidt 
und Abzug von hier angehalten, wie nit weniger umb 
mein bei hiesiger Stadt anliegendes Geld, so nun allein 
12000 Gulden war; denn vor i5 Jahren 4000 Gulden 
und vor 8 Jahren widerumb 8000 Gulden meinen Herren 
hinterlegt, mir mit 5 Procent zu verzinsen, dannit mit
        

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