Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688250
ersten Stein an disen Bau gelegt an dem Eckthurrn 
gegen dem Kloster Marizi-Stein unten im Thal an dem 
YVasser Altrnühl gelegen. Da ward der Felsen hübsch 
eben abgericht auf 30 Schueh in die Vierung und fein 
einwartes (einwärts) hangend gemacht, wie ichs angeben 
habe. Hat den ersten Stein ihr fürstliche Gnaden selbs 
mit aigner Hand helfen legen, war ein gross Marmel- 
stück 4 Schueh lang und 2112 Schueh dick, in der Mitte 
ein rund Loch darein gehauen. Ihr bischöfliche Gnaden 
hatten iren gantzen Ornat an, kam mit ihren fürnembsten 
Herren, geistlich und weltlich. Es ward ein Weg ge- 
macht unten am Felsen, dass man fueglich an den Ort 
des ersten Steins komen konte. Und ward oben am 
Berg ein Gerüst gemacht, darauf stuenden 6 Trombeter 
und dero Hörbauggen und zuvorderist auf dem Schloss- 
berg gegen der Stadt stuenclen IO Stuck Geschütz auf 
Rädern, und als man den ersten Stein gelegt, wart in 
dessen eingehauen Loch von ihr fürstlichen Gnaden 
gulden und silbern Müntz in zimblicher Anzahl hinein- 
gelegt sambt einem zweyfachen Glass mit rothem und 
weissen Wein, auch ein bleyen Zetel, darauf ihr fürst- 
lich Gnaden Nahm, auch der andern Herrn und Bau- 
meister Namen gestempft waren, so darbey gewesen. Als 
man diss verricht, ist ein grosser Stein wiederumb auf 
den ersten gelegt und alsdann die Hörbauggen und Trom- 
beten angangen, dass es in dem Altmühlthal erhallet hat. 
Dann seint die IO grosse Stuck zuegleich alle miteinander 
dermahlen losgebrennt worden, dass man" vermeint, es 
werden die Berge zusammenfallen. Hernach ward ein 
stattliche Mahlzeit gehalten und auf Glücl; dises neuen 
Baues mechtig getruncken: ist mir auch nicht gespart 
worden. Ich war zuvorderist bei disein NVerck und habe 
Bayer. 
Bibl.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.