Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688248
übergehen. So berief ihn Herzog Philipp Ludwig nach 
Neuburg, um sich von ihm ein (iutachten und einen vAb- 
riss (4 über den Wiederaufbau des baufälligen St. Peterskirch- 
turms ausarbeiten zu lassen. Auf Begehren des Grafen von 
Sch warzenh erg schickte ihn schon im jahre I 607 der Augs- 
burger Rat nach Sclieinfeld in Franken, wo er in vier- 
zehntägigcr Arbeit einen Umbauungsplztn des Schlosses 
entwarf. Selbst bis nach Prag zum Kaiser Rudolf war 
des Meisters Ruf schon frühzeitig gedrungen. Von seinen 
schönen Bauten: dem Zeughzuls. dem Siegelhaus, der 
neuen Metzg und dem Beckenhaus musste er die Pläne 
auf Pergament abreissen und nach Prag senden, wofür 
ihm das Reichspfennigmeisteramt eine Verehrung von 
50 Gulden auszahltc. Besonderes Vertrauen genoss er 
bei dem Fürstbischof Konrad von Geinmingen zu 
Eiehstätt, der ihn bei der Erbauung seiner Willibaldsburg 
zu wiederholten Malen zu Rat zog, ihm gewissermassen 
die Oberleitung des Baues und teilweise auch die An- 
fertigung von Visierungen, mvie das Schloss von Aussen 
ein Ansehen haben solltex, fibcrtrtig. S0 gebührt Holl 
auch ein wesentlicher Anteil an diesem Schloss, ohne 
dass wir denselben ganz genau feststellen könnten, da 
uns seine Aufzeichnungen hierüber im Stiche lassen. 
Bezeichnend sowohl für die Ehrung, welche ihm 
widerfuhr, als wie für die ganze Art, wie Fürsten jener 
Zeit mit Männern von Ruf umgingen und ihre Feste 
feierten, ist die ausführliche Erzählung, welche Holl in 
seiner Chronik über seinen zweiten Aufenthalt in Eich- 
stätt niedergeschrieben hat. xDen 10. Mayo 1609 ward ich 
wider berufen mit einer Fisierung nach Eichstätt, wie daz 
Schloss von Aussen ein Ansehen haben sollte, das gefiel 
ihren Gnaden sehr wohl, haben darauf den I4. dito den
        

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