Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688222
1620 von den Bürgern zum Beisitzer im Stadtgericht 
erwählt, dann 1627 in den kleinen Rat zu einer Zeit, 
wo die Ausschmückung des Rathauses längst beendet 
oder besser infolge der Kriegsläufte nicht mehr weiter 
geführt wurde. Denn offenbar lag es im ursprünglichen 
Plane, die beiden Treppenhäuser, deren weiss ge- 
tünchte Wände zu den prachtvollen Fürstenzimmern und . 
dem goldenen Saale nicht passen, wie auch den Flöz 
entsprechend auszustatten. Als 1631 am 22. September 
infolge des Restitutionsediktes alle evangelischen Mitglieder 
des Rates ihre Ämter niederzulegen gezwungen wurden, 
fiel ihm die Bürgermeisterwürde zu, die er aber nur sieben 
Monate bekleidete. Denn die einrückenden Schweden 
machten schon am 29. April 1632 dem katholischen 
Rat ein Ende. Zudem täuscht man sich auch mit der 
Vorstellung über die WV ürde selbst. Der Bürger- 
meister war mit nichten das Oberhaupt der Reichs- 
stadt, welche vielmehr von den zwei patrizischen Stadt- 
pflegern mit den fünf Geheimräten repräsentiert wurde. 
Die Stellung des Bürgermeisters war eine s u b 0 r d i n ie r t e 
und weit davon entfernt die leitende zu sein. 
Bevor wir von dieser Darlegung zu Holl zurück- 
kehren, würden wir gerne-wenn auch nur annäherungs- 
weise die Summe angeben, welche der Rathausbau ge- 
kostet hat. Allein wir besitzen die einschlägigen Rech- 
nungen nicht mehr: nur nein Überschlag über das neue 
Rathaus in Augsburg Anno IÖI4(( liegt vor, der wahr- 
scheinlich die Schätzung Holls darstellt: natürlich sind 
in demselben die Aussclnnückungskosten nicht initinbe- 
griffen. Dieser Voranschlag beziffert eine Summe von 
72432 Gulden 50 Kreuzer, von der wir wohl annehmen 
dürfen, dass sie nicht ausgereicht hat.
        

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