Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688214
wurf angab. Und als solcher ist von amtswegen 
der Stadtxnaler Matthias Kager zu betrachten, ihm 
ist die Urheberschaft der innern Ausschmückung zuzu- 
eignen. Allerdings sprachen auch die Bauherren ihr 
Wort mit; allerdings hielt Kager Umfrage, wie wir 
wissen, in der Stadt und auch auswärts; aber die eigent- 
liche'Leitung lag zweifellos in seinen Händen. Wir sind 
sogar durch eine zufällige Notiz unterrichtet, dass er 
über solche Dinge Holl um seine Meinung befragte. 
Wie wäre es auch denkbar, dass die beiden städtischen 
Beamten, 
Werkmeister und der Stadtmaler, 
der 
bei 
einem 
Werke, dem sie näher standen als alle, einander sollten 
vermieden haben; wie hätte derjenige, der das Innere 
auszustatten hatte, gerade den Rat des Erbauers ver- 
schrnähen sollen und dürfen! Gewiss neben Elias Holl 
hat die Geschichte des Augsburger Rathauses 
Kager mit allen Ehren zu nennen. 
Deshalb wird es auch verstattet sein, 
Matthias 
einige 
merkungen über diesen Genossen Holls, dessen sich 
die Romantik in sonderbarer Weise bemächtigt hat, hier 
anzufügen. Weil er eine kurze Zeit Bürgermeister gewesen 
ist, hat man ein seltsames Bild von dem Manne ent- 
worfen, vwie er, nachdem er in der Ratsstube des ersten 
Geschosses die Verhandlungen über vielleicht hochwicli- 
tige Staatsgeschäfte geleitet, sich von da weg in den 
zweiten Stock begibt, das Gerüst besteigt und mit Pinsel 
und Palette an Decken und Wänden herumhantierta. 
Und welche kunstsinnige Leute müssen die alten Augs- 
burger gewesen sein, dass sie einen Maler, einen Künstler 
zum Oberhaupte ihres Gemeinwesens erkoren haben! 
Die Sache nimmt sich viel einfacher und nüchterner 
auS, 
wenn 
man 
ihr 
auf 
den Grund 
sieht. 
Kager 
wurde
        

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