Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688160
nun der herkömmlichen Meinung entgegen ansgespmtvhexi 
worden, dass der genannte Maler Matthias Kager an 
der Ausmalung des Goldenen Saales nur "in ganz unselb- 
ständiger und untergeordneter Weise beteiligt gewesen 
sei, obwohl doch aus den Rechnungen und andern 
unzweifelhaftcn Notizen mit Sicherheit hervorgeht. dass 
er xmit seinen Gesellen ausscr den Deekcngoniäilden 
auch die übrige Auslnalung des Saales, sowie die Ver- 
goldung des Rahmenwerks und der geschnitzten Figuren 
an den Decken und Portalen ausgeführt hatxr Unstrcitig 
hat man den Einfluss Peter Candids überschätzt. Auch 
wenn er oder andere Aufschlüsse geben oder Entwürfe 
einschicken, will der Rat der Stadt die Selbständigkeit 
des Augsburger Meisters dadurch nicht unterdrücken, er 
will nur Proben für eine Auswahl gewinnen, und selbst 
wo dieselbe, wie angeführt, zu gunsten des lVlüncln-ner 
Hofmalers ausfällt, soll dem Ermessen Kagcrs noch ein 
gewisser Spielraum gelassen werden, indem ihm 
freie Verwertung der Entwürfe Candids durchaus 
verwehrt wird. Wir stellen uns daher auf die 
eine 
nicht 
Seite 
jener besser begründeten Behauptung, dass dem Matthias 
Kager, den erwähnten Ausnahmsfall abgerechnet, die 
Erfindung der dekorativen Ausstattung des Goldenen Saales 
zuzuschreiben sei. 
Man ist noch weiter gegangen. Viele verbürgte 
Nachrichten weisen darauf hin, dass die beiden Meister, 
Holl und Kager, jahrelang im besten Einverständnis und 
in verständnisvoller gegenseitiger Handreichung und Er- 
gänzung gemeinsam geschaffen und gearbeitet haben. 
Den hl. Kreuzer- und den Frauentliortnrm, welche Elias 
Holl 
Und 
erbaute, schmückte Matthias 
der Kunstkenner P h i l i p p 
Kager mit Fresken. 
Hainhofer, ein
        

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