Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688152
Ulrich Fisch er modelliert und von dem schon er- 
wähnten (llockengicsscr NVolfgang Neithardt gegessen. 
Der letztere stellte überhaupt die Bronzearbeiten im Rat- 
haus her, also namentlich die herrlichen Ylfandleuchter, 
die vielen in ihren Formen so verschiedenen Rosetten 
und sonstige Zieraten aus gegossenem Metall. Aber 
nirgends findet sich ein Anhaltspunkt dafür, dass er oder 
der Modelleur die Zeichnungen selbst entworfen habe. 
Ein einziger Schritt nun, welchen wir weiter machen, 
führt uns zu einer Annahme, die sich mit Entschieden- 
heit aufdriingt. Der malerischen Dekoration ist nach 
echter Augsburger Art ein breiter Raum gelassen. Im 
Goldenen Saale beherrscht sie unzweifelhaft alles. das 
Einzelne und Ganze der Delaoration. (iesteht man nun, 
wie es nicht anders müglicli ist, zu, dass alles aus 
liin cm (iuss geformt, in Einem Geiste gedacht erscheint, 
so ergiebt sich von selbst die Folgerung, dass ein ein- 
ziger Künstler das Ganze entworfen, und dass derselbe 
Künstler, welcher die Dekorationen des Saales erdachte, 
auch die Zeichnungen zu dem Holzwerl; der Decke und 
der Portale angefertigt habe. Wie stellen sich nun zu 
dieser Annahme die urkundlichen Nachrichten? 
Zunächst steht fest, dass auf Veranlassung des Augs- 
burger Rates der bayerische Hofmaler Peter de kVitt, 
gewiälinlich Peter Candid genannt, die Entwürfe 
zu 28 figürlichen Darstellungen im Goldenen Saale 
gemacht, ferner dass die il Deckenbilder in demselben 
von lYIatthias Kugel", mvie sie  unge- 
fiihr elesignirte, und H a ns Rottenheimer das Ge- 
miilde über dem südlichen ltlittelportztle xlaut der ihm 
z u g e s t e l l tc n Vi s i e ru n ga, d. h. nach Peter 
(Ianditls Entwurf, gemalt habe. Auf grund dessen ist
        

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