Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688103
dieses gewaltigen Baues nachgegangen ist und sie auch 
auf die innere Ausschmückung desselben ausgedehnt 
hat. Die letztere ist mit bewunderswürdiger Kunstfertig- 
keit und Planmässigkeit ausgeführt und hat nicht minder 
als die Architektur den Ruhm des Rathauses in die Welt 
hinausgetragen. Wem fiele, wenn er von Augsburg 
spricht, nicht die mit Recht gerühmte Pracht des goldenen 
Saales ein? Wir glauben deshalb den Rahmen unserer 
Biographie nicht zu überschreiten, wenn wir der Frage: 
xWCSSCII Verdienst ist die künstlerische Aus- 
schmückung des Rathausesfm etwas näher treten. 
Von selbst versteht es sich, dass die ganze Anlage 
des Baues auf einen reichen künstlerischen Schmuck auch 
im Innern berechnet war, und dass der Baumeister die 
Art und Gestalt desselben im Grossenund Ganzen sich 
bei dem Entwurfc seines Planes vorgestellt haben muss; 
denn dieser Umstand wirkte natürlich bestimmend bei 
seinen eigenen Gedanken und Ausführungen mit. Allein 
von diesen Berechnungen und Voraussetzungen des Meisters 
wäre immer noch ein weiter Schritt bis zu der Thatsache, 
dass er auch der künstlerisch c Schöpfer dieser 
Ausschmückung ist, oder, um etwa in seiner Sprache zu 
reden, dass er die Form, die aVisierunga derselben wan- 
gegebena hätte. Wir dürfen mit Fug und Recht den 
Schluss ziehen, wenn Hell in diesem Verhältnis zur 
innern Ausstattung seines Meisterwerkes gestanden wäre, 
so hätte er diese ganze Seite seiner Thätigkeit in seiner 
Familienchronik nicht mit Stillschweigen übergangen. 
Dieser Schluss wird noch durch einen bezeichnenden 
Umstand bestätigt. WVürde er nämlich die Enttvürfe für 
die Ausschmückung ganz oder teilweise angefertigt haben, 
so müsste sich in den Rechnungsbüchern des Rates ein
        

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