Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688063
hinteren Schiessen aufgebaut und den 14. September die 
hintere marmelsteine Stadtpyr, so 3 Schueh 3 Zoll gross 
und 7 Schueh hoch, auf den hinteren Schiessen gesetzt 
und an ein gewaltig starcke eisine Stangen gesteckt. Sy 
war gleichwol von zweien Stuck und wigt rüthlich 60 Centner, 
haben im Aufsetzen ein zimbliche Gefahr darmit ausge- 
standen. Den 8. Oktober haben wir die Pinien (Pyr .9) 
auf den vorderen Schiessen aufgestellt, ist von Metall ge- 
gossen und mit dem Capitäl I2 Schueh hoch und 4 Schueh 
im Bauch weit, war ganz dünn und hol, hat gewogen 
1442 ü" und bei 1100 Gulden gekostet, ist von zwei 
Stücken ineinander gefüegt und geschrauft, das Capitiil 
auch besonder, alles an ein gewaltige eissene Stangen 
angeschraufta. 
Am 7. Januar Iöxg wurden im Flöz, d. h. dem 
offenen Saale des untern Geschosses, acht dorische Pfeiler 
aus Salzburger Marmor aufgestellt, die Gewölbe geschlossen 
und sodann im Vorsaale des ersten Stockes acht korinthische 
Säulen  opera Corinthia_ daraufgesetzt, deren Posta- 
mente und Kapitäle xschön, herrlich von Metall gegossen 4 
waren. Am I 5. Mai iihaben wir den grossen, gegossenen 
Adler an dem vorderen Schiesser (Giebel) mit grosser 
Mühe angemachtxc  (Diesen-Reichsadler wurde herabge- 
nommen, als im Anfang unseres Jahrhunderts Augsburg 
seine Reichsherrlichkeit verlor und bayerisch wurde.) 
Der hintere Giebel wurde mit einem Reichsadler be- 
malt. Am 20. März 1620 wurden vier 20 Schuh hohe 
_Pyramiden auf die vier Altanenecken gesetzt, die aber 
längst nicht mehr vorhanden und durch grosse Stein- 
kugeln ersetzt worden sind. Am 8. Mai desselben Jahres 
wurde das grossePortal pvon lauter schönem braunen 
und weissem Marbela aufgerichtet und im Bogenfeld ein
        

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