Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688049
beschlossen worden sein. Es hat mich bedünkt, es würde ein 
viel tapfcrers Ansehen haben, da man auf jede Stiegen ein 
achtecketen Thurn bauen und setzen würde. Und (habe) 
meine Herren fleissig gebeten, sie wollten mir solchen 
Bau auch daran vergönnen und den Unkosten so genau 
nicht ansehen, wann schon jeder Thurn 3000 Gulden 
mehr belaufen würde. Es hätte doch dieser Bau sowohl 
in als ausser der Stadt ein heroischers Ansehen; 
sollten nit sorgen, hätte diesen Bau also zu Grund gesetzt, 
dass ich mir wohl getraut, zwei solche Thürn hinaufzu- 
setzen. Das ward mir nun vergönnt und allsogleich mit 
Freuden angefangene Mit der Begründung sc-ines An- 
trages hatte Holl völlig recht; die beiden Seitentürme 
gaben seinem Bau ein majestätistthes, ein xheroischeresq 
Ansehen. Noch im nämlichen Sommer (1618) wurden 
sie vollendet: auf ihre Spitzen wurden zwei metallene 
Knöpfe gesteckt, deren jeder drei Schuh hoch ist. Auf 
den östlichen und westlichen Giebel wurden Stadtpyrn, 
d. h. die Zirbelnüsse auf korinthischem Kapital, gesetzt, 
die erstere aus Marmor, die letztere aus Metall; sie wog, 
obschon hohl, 1442 ü. xDen Thurn gegen dem 
Fischmarkt den 21. Augusti zu erbauen, den anderen 
aber gegen dem Eisenberg den 3. September (ange- 
fangen); es seint dise Thurn mit Mauerwerck und 
allem 30 Schueh gross, achtecket und 36 Schueh hoch 
über des Dachs Anfang. Habe auch das Dach- 
zimmcr am Werckhof mit eigner Hand aufgerissen 
und geordnet, denn _die Zimmerleut könnten nit wol 
mit disem Zirckel umbgehen; hab hernach die Knopf, 
so 3 Schueh gross und, schön vergult waren, selbs mit 
eigener Hand hinaufgesetzt. Wir haben auch neben 
Auferbauung diser Thuren zugleich den vorderen und
        

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