Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-688006
schön neues an (iussclbcn Statt aufzubaucnc. Sorgfältig 
hatten die Ratsherren geprüft und die zwei ersten Ent- 
würfe nivht ungviluiiiiiicii, vom rcin künstlerischen Stand- 
punkte aus fast zu unserm 
stattung und (lliederung wäre 
Bedauern 
viel fcim 
denn 
und 
ihrc Aus- 
detailhrrtt-l 
gewesen. durchweg im Geiste der venezianischen Paläste 
gehalten. Ringsmnhcr und wenigstens Zllllf drei Seiten 
sollte beim oinvn Entwurf nach südlicher Manier eine 
Siiulenhalle mit Arkaden laufen, Loggien nennt sie ein 
i) Überschlag über das neue RlltllälllSäf. Bogen reihen sich 
an Bogen, Säulen an Säulen, und darüber sitzt mit reichem 
(lesimsxxierk verziert nur ein Stockwerk mit einer gewal- 
tigen Fensterreihc. Der andere Entwurf ist ähnlich ge- 
halten. Die (lreigcäteilte Fassade weist drei grossartige 
Portale auf, über denen, in wechselvoller Plastik, von 
Säulen und Pilastern umrahmt, drei vierteilige Fenster 
sich erheben, darüber in kunstvoller Ausladung der 
JXrvhiLrnx' und rings urn das Ganze eine (lurclibroclieue 
Galerie. In dieser Ausführung hätte ohne Zweifel (las 
Äussere 
des 
Rnth: 
IUSOS 
eine 
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roichere. 
Gliederul 
und  Erseheinunge aufgewiesen. Die Gründe, 
warum trotzdem der Rat nicht (larziuf einging, lassen sich 
nur vermuten, vielleicht war es Rücksicht auf das nor- 
dische Klima oder die Furcht, zu wenig Raum zu ge- 
winnen oder was sonst. Genug, der Meister folgte dem 
Befehl seiner Herren und legte mit der ihm eigenen 
Behendigkeit und Findigkeit einen neuen, gänzlich von 
den andern verschiedenen Entwurf vor. Dieser ist sicher- 
lich viel nüchterner und einfacher gehalten: xlcr Schmuck 
von Pilastern- und Säulenstellungen, den H01] beab- 
sichtigt hatte, musste wegbleiluen. Aber es kommt (einem 
vor, als habe der Meister, (lurrh höheren Befehl ge-
        

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