Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687979
machte gleich etliche Visierenxt Noch heute linden sich 
in der Augsburger Modellkammer drei Rathaus- 
modelle aus Holz, welche nachallgemeiner Annahme 
Holl entweder eigenhändig gefertigt hat oder unter 
seinen Augen angefertigt wurden. Holl war mit seinen 
Modellen schneller fertig, als die Ratsherren mit der 
Entscheidung über die wichtige Frage. Aber der Meister 
dritngtri- ungestüm und tinaufhörlich. vlln" treibt mich  
sagte ihm einmal Rembolt  immer mit dem neuen 
Rathausbau an; solches ist aber eine hochbedenkliche 
Sache. Zudem so ist unser Schlagwerk in dem Rathaus- 
turn wohl geordnet und sehr nützlich. Also bis ihr mir 
nicht ein Ort sagt; da man das Schlagwerk zuvor und 
ehe dieser Bau angefangen wird, füeglich anrichten könnte, 
da es beständig bleiben könnte, so will ich zu diesem 
Bau nit helfenß Aber solche Schwierigkeiten überwand 
Holl ohne Mühe; rasch und entschlossen war er mit 
einem Vorschlage bei der Hand. wWenns nur an dem 
fehlte, so wollte ich bald ein taugenlich Ort darzu er- 
sehenß Der Perlaehturm, damals noch unscheinbar 
und niedrig, sollte der Campanile der Stadt werden und 
zu diesem Zwecke hoch und frei über die Häuser der- 
selben emporsteigen." Holl warf schnell die Zeichnung 
auf das Papier, und als er sie den Ratsherren über- 
brachte, da gestanden sie überwälltigt, dass xdieser Thurn 
wohl schön und lustig stehenz: werde. Nur erregte es 
einiges Bedenkenh dass er so schmal sei und ganz frei 
stünde; aber vertrauensvoll sagten sie doch ja und 
mahnten den kühnen Meister nur: sich sollte zusehen, 
dass weder mir noch gemeiner Stadt kein Schaden noch 
Spott entstündex: Das machte Holl keine Sorge, zlch 
habe meine Hoffnung zu Gott, dass es wohl geraten
        

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