Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687812
dienen:  gewährt uns das 
und strebend in die Höhe wa 
Vergnügen, ihn 
jlsen zu sehen. 
schaffend 
Er selbst 
unterscheidet in seinem NN erden 
und Bauen 
zwei Perioden 
die Zeit, wo er als Privatmeister die Auftrage seiner 
Mitbürger ausrichtete, oder, wie er sich ausdrückt: wWas 
ich, Elias Hell, von (der) Zeit an, als ich Maister 
worden, durch göttlichen Beistand für Gebiiu gemacht, 
vor und ehe ich wirklicher Stadtwerkmaiistrwr worden bina 
 und jene für ihn so glorreiche Zeit, wo er im Dienste 
seiner Vaterstadt sein ganzes Können entfalten, sein Bestes 
leisten durfte. Der erste dieser Zeiträume umfasst die 
]ahre 1595-4602. der zweite die jahre 1602-1630. 
Das Vertrauen seiner Mitbürger kam dem jungen 
Elias Holl von Anfang entgegen, sodass er stets die 
Hände voll zu thun hatte. Scwlbst in der Zeit, wo er sein 
Meisterstück noch nicht gemacht hatte und er in der 
Stadt deshalb nicht bauen durfte, fehlte es ihm nicht an 
Aufträgen: der Patrizier M elchior Ilsung beschäftigte 
ihn in seinem Schloss-e zu Kissing in Bayern, und Jakob 
Fugger beauftragte ihn, ein neues Thor mit einer Auf- 
zugsbrücke auf seinem Schlosse Wöllenburg zu bauen. 
Holl fing klein an: mit einem Gesellen, einem xguten 
Arbeitera aus Ulm, der 36 Jahre lang sein Matirersgesclle 
war, mit einem sltlörtelrührere und zwei Lehrbuben. 
Allein das Geschäft dehnte sich rasch aus: schon im 
Jahre 1598 führte er vier Bauten auf: dankbar rühmt 
er, dass sich Seine wMeistersehzift durch Gottes Gnade 
täglich gemehrttc habe. Soweit es Privathäuser zuliessen 
und die Bauherren gestatteten, wandte er schon jetzt 
den neuen Stil durchweg an. Von besonderer Bedeutung 
wurde für ihn der Auftrag, den ihm der Kaufherr An- 
toni Garl) gab, seine zwei Häuser (in der jetzigen
        

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