Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687733
Schon wegen der Auffassung der Thätigkcit scincs 
Vaters dürfen wir die Jugend- und Lehrjahre unseres 
Elias nicht ausser Acht lassen. Ob der letztere  
geboren am 28. Februar 1573  eine nennenswerte 
Schulbildung empfangen hat. wissen wir nicht. Dass er 
davon mit keinem Worte spricht, lässt wohl schliessen, 
dass es nicht der Fall war. Mit- dem Eintritt in die 
Lehre beginnt für Elias erst das Leben. Nur eines ein- 
zigen Vorfalles aus seiner frühesten Jugendzeit thut er 
bezeichnenderweise Erwähnung, gleichsam um anzu- 
deuten, dass er schon in der ersten Kindheit die Weihe 
für seinen Lebcnsberuf empfangen habe. Bei der Grund- 
steinlegung der Klosterkirche zum Maria-Stern, die 
sein Vater erbaute, so berichtet er mit Behagen, habe 
dieser ihn, den damals dreijährigen Jungen ein den Grund 
hinabgehebt  zur Gedächtnuss und hat mir die Frau 
Meisterin ein gülden Sehaupfennig, daran ein Salvator, 
geschenckt und an Hals gehencktmc Rasch verflogen die 
Jahre der_Kindheit, nicht ohne dass er mit wachsender 
Teilnahme den fleissigen Vater, von dem er erzählt, dass 
er mehr als 70 Bauten teilweise ausgebaut oder von 
Grund auf aufiührte, beobachtete. Bereits mit I 3 Jahren 
musste Elias in die Lehre treten, natürlich zu seinem 
Vater, welcher schon seit Jahren in und ausser der Stadt 
für die vermögenden Leute baute und seit 1573 in aller 
Form zum F ugg e r s c h e n Baumeister von den Gebrüdern 
Marx, Jakob und Hans Fugger ernannt worden 
war. Besonders Jakob Fugger  wein wunderlicher 
Mann hat alle Jahre gebaut und dann ofterixial wieder 
abbrechen lasseimc  scheint zu den beiden Holl, 
Vater und Sohn, viel Neigung und Zutrauen besessen 
zu haben. Bei einem seiner Bauten, einem starkgeurölbten,
        

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