Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687718
der alten Zeit, den Lebensbcruf des Vaters erwählten, 
sodass ganze Generationen ununterbrochen nacheinander 
die Hantierung der Vorvordern fortsetzten und dadurch 
eine nicht zu unterschätzende, traditionelle Geschiiftskennt- 
nis und Erfahrung überkamen und forterbten. Auch ein 
zweiter Zug der Hollschen Familie sei noch nebenbei 
bemerkt: der Reichtum an Kindern und die Freude, mit 
der sie diesen Kindersegen als ein Familienglück gewissen- 
haft verzeichneten. Der Grossvater unseres Meisters hatte 
6 Kinder, sein Sohn in zwei Ehen 20 und Elias selbst 
von zwei Frauen 21 Kinder. 
Und jeder dieser zahlreichen Ankönunlinge wurde, 
wie gesagt, mit Freuden begrüsst; reicher Kindersegen 
galt ja in jenen alten Zeiten als ein besonderes Zeichen 
göttlicher Huld, die man dankbar und ohne kleinliche 
Sorge hinnahm. Schon Johannes Holl begrüsste die Ge- 
burt seiner vielen Kinder mit Ausdrücken solchen Sinnes: 
ßßGott bescherte mire, oder: wGOtt erfreute micha, oder: 
xGott begnadete michxr Und die Häupter seiner Lieben 
zählt er folgendermassen: wHab also mit der ersten Frauen 
gezeugt I2 Kinder, mit der andern aber 8 Kinder, 
Summa 20 Kinder: I 3 Söhne und 7 Döchterenm Auch 
Elias Holl berichtet mit ähnlichen Worten die Ankunft 
seiner Kinder ; nur fügte er häufig einige Notizen über 
ihren Lebensgang bei. Viele starben in früher ]ugend; 
von den Töchtern, welche sich verheirateten, erwähnt er 
kurz, wer ihre Männer waren, und ob sie in der Ehe, 
was nicht bei allen eintraf, ihr Glück fanden. Seltsam 
erscheint es, dass keiner seiner Söhne sich der Kunst 
des Vaters widmete. Einer ergriff zwar das väterliche 
Handwerk, hielt aber nicht dabei aus. M611 den 31. 
Dezember  schreibt sein Vater über ihn  gebar mir
        

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