Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687679
die seinesgleichen arbeitsame und rührigcw Bürger waren, 
und (lenen, die gesellschaftlich und ihren Mitteln nach 
über ihm standen, aber, frei von der beschränkten Ein- 
bildung leerer Köpfe, sich durch Ablehncn und Ahspretthen 
ein Ansehen zu geben, dein drängenden und überredenden 
Meister mit vornehmer Freigebigkeit die Mittel gewährten, 
seinen Gedanken Gestalt zu geben. Es gereicht den 
Mitbürgem Holls zu L1l1VCYgCSSGDCl' Ehre, dass sie dem 
aufstrebenden Künstler sich hilfreich zur Seite stellten 
und ihm ohne Zögern und Knausern gewährten, was 
nötig war, seine Plätne auszuführen, ja dass sie mit Stolz 
auf ihn sahen und mit jubelnder Bewunderung seine von 
Jahr zu Jahr sich steigenide Tüchtigkeit und seine Werke 
begrüssten. Getragen von Rat und Bürgerschaft der 
Stadt genoss Elias Hell das Glück einer unbeengten 
Wirksamkeit, das ihn immer mehr zu tniermüdlicher Thätig- 
kcit anspornen und begeistern musste. Beneidenswert 
wäre sein Los gewesen, wenn nicht auch er den Wandel 
irdischen Glückes hätte schmerzlich erfahren müssen, indem 
die böse Zeit des dreissigjährigen Krieges nicht bloss seinem 
freudigen Schaden ein jähes Ende bereitete, sondern ihn 
auch infolge der trostlosen Unduldsamkeit in Sachen des 
Glaubens um Amt und Vermögen brachte. Allein gerade 
das Unglück sollte den ganzen Wert des Hannes im 
schönsten Lichte zeigen: unerschütterlich in seiner Über- 
zeugung und ohne Wanken an dem festhaltend, was er 
für wahr hielt, ertrug er die Folgen, die sein Glaubens- 
bekenntnis für ihn hatte, mit männlicher Stärke, eine 
Haltung, welche nicht geringere Achtung und Anerkennung 
fordert, als seine Kunst. 
Wenn wir nun im Folgenden dem Andenken dieses 
Mannes nachgehen, so sind wir in der glücklichen Lage,
        

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