Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elias Holl, der Reichsstadt Augsburg bestellter Werkmeister
Person:
Vogt, Wilhelm Lau, Otto E.
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687418
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-687629
Bewunderung, welche dieser Eindruck hervorruft, ver- 
nimmt man nicht bloss aus der neuen Zeit, wo Riehl, 
A. Woltmann und Lübke, ein jeder nach seiner 
Art und Wissenschaft, das Lob der ehrwürdigen Stadt 
verkündigt haben, sondern schon vor Jahrhunderten 
sprachen sich welterfahrene und urteilsfäthige Fremd- 
linge, welche Augsburg kennen lernten, voll Begeiste- 
rung über dieses Gemeinwesen aus, das in allen seinen 
öffentlichen und privaten Einrichtungen eine bürgerliche 
Vornehmheit sondergleichen an den Tag legte. Der 
Venezianer Mocenigo, doch an die stolze Pracht seiner 
Heimatstadt und seines Heimatlandes gewöhnt, spendet 
der_schwäbischen Reichsstadt uneingeschränktes Lob. Der 
Engländer Roger Ascham, welcher als englischer Ge- 
sandtschaftssekretitr mehrere Monate in derselben ZUbTRClllC 
und mit scharfem Blick alles prüfte, widmete dem, was 
er wahrgenommen, eine eingehende und lesenswerte Be- 
schreibung. Die grossartigen Gartenanlagen, die prächtigen 
Bürgershäuser der Fugger, Baumgärtner und an- 
derer, ebenso die öffentlichen Gebäude ziehen seine ganze 
Aufmerksamkeit auf sich. Auch der Geograph Se- 
bastian Münster, von vielen andern (zu geschweigen, 
stimmt in seiner Kosmographie in dieses lobende Zeupis 
über Augsburg rückhaltlos ein. 
Unschwer erkennt man die Gründe dieser Bewun- 
derung, welche vorzugsweise auch dem Äussern der Stadt, 
ihrem Aussehen, ihrem Bilde gespendet wird. Der Reich- 
tum an Gegensätzen, welcher den behaglichsten Wechsel 
in allerlei malerischen F ormcn erzeugt und ein vielgestaltetes, 
reiches Leben verrät, ist wohl schuld daran; denn nirgends 
drängt sich das abspannende Gefühl der Eintönigkeit an 
uns heran, weil dem Auge fast neckisch und lustig sich
        

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