Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711736
 Ein 
P e t e r 
werpen 
seinem 
Schüler 
anderer nicht unwerther Kupferstecher war 
de jode, der jüngere, 1616 in Ant- 
geboren. Er hatte den Kupferstich bei 
Vater gleichen Namens gelernt, der ein 
von Heinrich Goltzius war. Man merkt in 
seinen Stichen die bessere Schule, begreift auch wohl 
den Beifall, den er in Paris fand, WO er mit seinem 
Vater viel für die Kunsthändler stach; hat sich aber 
wohl zu einem der besseren Kupferstecher gebildet 
durch den Stich der Portraits nach Ant. v. Dyck, 
der ihn schätzte. 
Eine eigenthümliche Erscheinung in der Ge- 
schichte des Kupferstichs ist Aegidius Sadeler, 
der Neffe der schon früher genannten johan und 
Raphael Sadeler. Er war 1570 in Antwerpen ge- 
boren, reiste mit seinen Vettern durch Deutschland 
nach Italien, von wo ihn der Kaiser Rudolph II. 
nach Prag berief, wo er auch die Gunst der folgen- 
den Kaiser besass und bis an seinen Tod 1629 ver- 
blieb. Hier hat er die meisten seiner Werke in 
Kupfer gestochen, die einen so ungewöhnlichen Bei- 
fall erhielten, dass man ihn den Phönix der Kupfer- 
stecherkunst nannte. Sein G-rabstichel wurde nicht 
mit Unrecht schön genannt, zumal wenn er ihn zu 
einer kräftigem Wirkung anwendete. Dass er die 
Werke seiner Zeitgenossen aus der Schule des 
Goltzius gekannt habe und manches daraus gelernt 
und angenommen hat, wird nicht bestritten werden 
können; dass er sich nach ihnen gebildet haben 
sollte, kann nicht behauptet werden. Er erlernte die 
Kunst bei seinen Onkeln Johann und Raphael, und 
was er von ihnen gelernt hat, wandte er auf seine 
Weise und in seiner Art an, um seine Neffen durch
        

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