Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711698
geboren war. Er soll Maler gewesen sein, 
doch nur durch einige Suiten sehr schön 
radirter Landschaften bekannt. 
ist aber 
und zart 
Ein 
anderer 
treiflicher 
Künätler 
ist 
Aldert 
van Everdingen 
einer Seereise nach 
aus Alkmar , 
dem Norden 
162 1- 
ward 
1675. Auf 
er an die 
Küste Norwegens verschlagen, wo er sich dann über 
ein Jahr aufhielt, um in der wilden Gebirgsnatur 
dieser Gegend Studien zu machen, diese Studien mit 
heimbrachte und sie auch zu seinen Radirungen be- 
nutzte, die, mit einer leichten malerischen Nadel aus- 
geführt, eine bewunderungswürdige Verschiedenheit 
der Wilden nordischen Natur darstellen. Bekannt 
und unterhaltend ist er auch durch die Darstellungen 
zu dem Gedichte seines Landsmannes Heinrich van 
Alkrnar, Reinecke der Fuchs, in denen Everdingen 
gezeigt hat, wie weit man in der Vermenschlichung 
der Thiere gehen könne, wenn man nicht lächerlich 
und widernatürlich werden wolle. 
Jakob Ruysdael, geb. 1635 in Harlem und 
1681 in Amsterdam gestorben, dieser durch seine 
warme, goldene Farbe so berühmte Landschaftsmaler, 
hat nur wenige Blätter radirt, die durch ihre Be- 
arbeitung dem Auge nicht schmeicheln und vielleicht 
nur Versuche im Radiren sind, und doch hat er 
seinen Gegenstand stets malerisch aufgefasst, und 
wenn es auch nur eine alte, verfallene Bauern- 
hütte war. 
Wie 
die 
Holländer 
in 
der 
Landschaftsmalerei 
vom Allgemeinen auf das Besondere reiiectirten, so 
kamen sie auch von der Landschaft zur Thiermalerei 
und zeigten auch in dieser Gattung der Malerei eine 
so feine Beobachtung und Auffassung der thierischen
        

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