Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711647
Hamburg geboren, Geschmack an der Darstellung 
Ostade'scher Figuren.  Hier schliessen sich noch 
an Simon de Vlieger in Amsterdam (1612-1640), 
dessen ländliche Scenen mit Figuren oft an den 
rauhen Geschmack Rembrandts erinnern. Thomas 
Wyck in Harlem (1616-1686), der gern Jahrmärkte 
mit Lustigmachern und "Gauklern malte, aber auch mit 
leichter, feiner Nadel mehrere kleine Stücke radirte, 
die nicht weniger gesucht sind als seine Gemälde. 
In einem andern Geschmack, und mit einer meist 
mit ordentlichen Strichen bewirkten Radirung ar- 
beiteten der Landschaftsmaler Jesse (Johann) Ossen- 
beck, 1-627 in Rotterdam geboren, Volksscenen im 
Style seiner Landsleute;  Romain de Hooghe, 
1638 im Haag geboren und 1708 in Amsterdam 
gestorben, Schlacht- und Paradescenen mit einer 
freien geistvollen Nadel; beliebt an den Höfen von 
England und Polen, wurde er von dem Könige 
Johann III. von Polen geadelt.  Gerhard de 
Lairesse, 1640 in Lüttich geboren, zog nach Ut- 
recht, dann nach Amsterdam, wo er 1711 gestorben 
ist. Er gehört trotz seiner deutschen Geburt den 
Holländern an, die ihn auch ihren Paussin nannten, 
obwohl nicht mit Recht. Aus den Unterredungen, 
die  er in einer zojährigen Blindheit mit seinen 
Freunden führte, entstand sein früher geschätztes 
Werk: „Das grosse Malerbuch", das nach seinem 
Tode herausgegeben ward. Unter seinen Radirungen 
sind manche geschätzte Blätter.  Johann Luyken 
aus Amsterdam (1649-4712) verliess die Malerei 
und wandte sich dem Kupferstich zu. Er war 
Dichter und sein religiöser Sinn führte ihn zu der 
Theosophie von Jakob Böhm, in dessen Geiste er
        

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