Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711605
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Ein sehr thätiger und zu seiner Zeit namentlich in 
England geachteter Portraitstecher war Jakob 
Houbracken aus Dortrecht (1698-1780), der in Ver- 
bindung mit Peter Tanje (1700-1760) viele Por- 
traits für Londoner Kunsthändler gestochen hat. 
Houbracken hatte sich nach den Werken der besten 
Pariser Portraitstecher, Nauteuil, Edelingk, Drevet 
gebildet und kommt ihnen zuweilen nahe. Tanje 
War erst Schiiferknecht und hatte Dosen gravirt. 
Als er bei Folkema den Kupferstich gelernt, stach 
er mit fester Hand, die nicht immer günstig war für 
die zarteren Fleischtöne. Seine besten Stiche sind 
5 Blätter nach den berühmten Glasmalereien in St. 
Johann zu Gouda. Beide Stecher waren Holländer, 
die den Geschmack ihrer Zeit nicht verleugnen 
konnten in ihren Stichen nach den Kabinetgemälden 
des Cornelius Trooss, der der holländische Watteau 
genannt wird. 
Tanje arbeitete auch für die Buchhändler, und 
da Bücherverzierungen seit Bernhard Picart (s. bei 
Frankreich) auch in Holland ein Mode- und Luxus- 
artikel geworden waren, so dürfen wir uns nicht 
wundern, wenn Zeichner und Kupferstecher, die ein 
Geschick zu Vignetten und Titelkupfern hatten, wie 
Simon Fokke, Jakob van der Schley, ein 
Schüler von B. Picart in Amsterdam und Andere mehr, 
ihre Kunst dem Bücherluxus zum Opfer brachten. 
Maler 
Radirer. 
Seit Groltzius zerfällt die Kupferstecherkunst in 
zwei Haupttheile, nämlich in die eigentliche Stecher- 
kunst mit dem Grabstichel, wobei die Radirnadel 
zur Beförderung einer malerischen Wirkung gerade
        

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