Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711591
anderen Meistern gestochen, am meisten aber Por- 
traits, die ihn auch in London beliebt machten, wo 
er sich mehrere Jahre aufhielt.  
Blooteling kann wegen der Menge seiner Por- 
traits füglich zu den Portraitstechern gerechnet 
werden, die bis zum Schluss dieser Periode viel 
Beifall und Liebhaber fanden. Einer der Aeltesten 
derselben war Wilhelm Jakob Delff (1580 bis 
16 58), der mit einem leichten und gefälligen Grabstichel 
viele Portraits nach den Gemälden seines Schwieger- 
vaters Michael Miereveld gestochen hat.  Beliebt zu 
ihrer Zeit war die Familie Hond oder Hondius. 
Heinrich Hondius der Alte, der um 1610 im 
Haag gestorben ist, war ein Schüler von Joh. Wierix. 
Heinrich Hondius der Jüngere, der um 1620 in 
Holland blühete, war der geschickteste Stecher dieses 
Namens.  Sein Sohn Wilhelm Hondius, um 
1600 geboren, arbeitete anfangs im Haag, begab 
sich aber von da nach Danzig, wo er viele Portraits 
nach eigner Zeichnung in Kupfer gestochen hat.  
Ein geschickter und geschätzter Portraitstecher war 
auch der um 1610 im Haag geborene Crispin van 
dem Queboorn, dessen Lebensumstände unbekannt 
sind.  Gerhard Valck, um dieselbe Zeit, war erst 
Blootelings Bedienter, dann dessen Schüler und zu- 
letzt dessen Schwager. Er hatte von seinem Lehrer 
auch die Schabkunst erlernt, und hat auch in dieser 
Technik Portraits und andere Sachen gestochen.  
Der Friese Johann Munnickhuysen um 1626 hat 
eine Menge schöner Stücke, vorzüglich Portraits von 
schönster Ausführung gestochen.  Peter Gunst, 
um 1667 geboren, scheint sich in Paris nach Peter 
Drevet gebildet zu haben und fand vielen Beifall. 
        

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