Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711585
dam geboren, war gleichfalls ein geschickter Meister 
im Geschmacke des niederen Genres und vortrefflich 
in seinen Landschaften nach Berghem.  Der Kunst- 
händler Joh. Nikolas Visscher, 1580 in Amsterdam 
geboren, auch durch kleine landschaftliche Radirungen 
bekannt, gehört vermuthlich zur Familie der Vis- 
scher, aber gewiss nicht als ihr Bruder. 
Holland hat keinen zweiten Kupferstecher wie 
Cornel. Visscher aufzuweisen, doch aber noch manche 
Meister, deren Stiche dem Sammler willkommen sind 
und die auch als Vertreter des Genres genannt wer- 
den können. So: Peter Nolpe, 1601 im Haag 
geboren, der mit Verständniss Portraits, Historie 
und Landschaften gestochen hat.  Peter Quast, 
sein Landsmann und Zeitgenosse hat nach eigener 
Erfindung allerlei launige Gegenstände, und eine 
Folge von Kostümbildern in Call0t's Manier ge- 
stochen.  Georg Heinrich Scheyndel aus 
Rotterdam  um 1600 geboren, hat mit einer 
leichten Nadel einige kleine Genre-Stücke im Ge- 
schmack von Callot radirt und auch "Einighe play- 
sante Landschapjen ghemackt" mit kleinen anmuthigen 
Figuren.  Heinrich Bary, um 1626 in Holland 
geboren, zeichnete sich durch eine grosse Reinheit 
des Stichs aus, worin er sich nach Corn. Visscher 
gebildet zu haben scheint. In seinen Stichen nach 
Miris und Terburg kann er als Vertreter des höheren 
Genres genannt werden.  Abraham Blooteling 
aus Amsterdam (1634-c. 1695) bildete sich ebenfalls 
nach Corn. Visscher. Er war auch ein guter Ar- 
beiter in der Schabkunst, die er durch Erfindung des 
Granirstahls verbesserte. Auch in dieser Technik 
hat er mancherlei nach eigner Erfindung und nach
        

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