Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711494
Zu seinen Schülern gehören die folgenden, kurz 
anzuführenden Meister: Sein schon genannter Stief- 
sohn Iakob Matham aus Harlem (1571-1631), 
der auch nach Gemälden stach, die er in Italien 
kennen lernte, wie von Raphael, Zuccaro, Veronese 
u. A.  Sein Sohn und Schüler Theodor Ma- 
tham widmete sich vorzüglich dem Portraitstiche.  
Dass Adrian Matham aus Harlem, der seit 1620 als 
Stecher vorkömmt, ein Mitglied der Familie Matham 
sei, ist wenigstens nicht ganz unwahrscheinlich.  
johan Saenredam, 1565 oder 1570 geboren, 
schwang sich von einem armen Korbflechter zu 
einem beliebten und thätigen Kupferstecher empor. 
Er hatte die Kunst zuerst bei Goltzius gelernt, bildete 
sich aber nachher nach Jakob de Ghein. Er ar- 
beitete meist in der feinen weichen Manier seiner 
Lehrer , 
Goltzius 
theils nach eigner Erfindung, theils nach 
und anderen Niederländern. Am meisten 
werden die Stiche nach seinen eignen Erfindungen 
geschätzt. Dass er nicht immer decente Gegenstände 
wählte, hat er mit seinen Landsleuten gemein. Solche 
anstössige Darstellungen verlieren den das sittliche 
Gefühl verletzenden Eindruck nicht durch die lateini- 
schen Epigramme, womit der poetische Schulrector 
Schonaeus sie begleitete.  Wilhelm Swaneburg, 
1581 in Leyden geboren, erlernte von Saenredam 
den Kupferstich; er verstand die Führung des Grab- 
stichels sehr gut, war aber in der Zeichnung mani- 
rirt.  Iacob de Grhein aus Antwerpen (1565 
bis 1615) war Miniaturmaler, ging aber zu Goltzius, 
um sich im Kupferstechen auszubilden. Er führte 
seine Blätter mit einer zierlichen, sichern Hand aus. 
Darin ahmte ihn Andreas Stock nach, der
        

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