Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711479
67 
cifisch Holländische gerichtete Geist erschloss bei 
ihnen Kunstgebiete, in welchen sie unübertroffene 
Meister wurden.  Die natürliche Lage und Be- 
schaffenheit ihres Landes gewöhnt aber auch die 
Holländer an einen unermüdlichen Fleiss, an eine 
ausdauernde Thätigkeit in ihren Bestrebungen, und 
diese Eigenschaft bewährte sich auch im Kupferstich, 
für den sie eine Technik erfanden und zur Geltung 
brachten, welche die Grundlage zu allen Fortschritten 
Ward, die in diesem Kunstzweige fortan zu verzeichnen 
sind. Als der Erfinder und Begründer dieser Technik gilt 
Heinrich Goltzius. Er war 1558 im Jülich- 
schen geboren, wo sein Vater Johan, vielleicht 
zu einer deutschen Familie gehörend, Glasmaler 
war, aber nach Harlem verzog, WO er nun 
seinen Sohn im Glasmalen unterrichtete, ihn aber, 
als er sein Talent zum Zeichnen bemerkte, zu 
Cornhaert in die Lehre brachte. Schon im 20. 
Jahre verheirathete sich Heinrich mit der reichen, 
aber viel älteren Wittwe Matham, die ihm einen 
Sohn, Jacob Matham, mitbrachte, den er, trotz- 
dem dass ihm dessen Mutter den Ehestand oft ver- 
bitterte, mit allem Fleiss 
tüchtigen Kupferstecher 
seinen Ehestand und ein 
und aller Treue zu einem 
bildete. Missmuth über 
Brustleiden wurden Ver- 
anlassung, dass ihm die Aerzte eine längere Reise 
nach Italien empfahlen, die er incognito, in der 
Kleidung eines Bedienten, machte, die er erst ab- 
legte, nachdem er auf der Reise nach Neapel er- 
kannt ward. Nach dreijähriger Abwesenheit kehrte 
er 1592 zurück, wurde aber bald wieder so leidend 
und hinfällig, dass er sich eine Zeit lang mit der 
Milch einer Amme ernähren musste. Kränklichkeit
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.