Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710836
inleitung. 
E 
Die objectivste Kunst ist diejenige, deren Wesen 
die Masse, und deren Form die Raumbegrenzung ist, 
also die Plastik (Architektur und Skulptur). Die 
F l ä. c h e n k u n s t entsagt der plastischen Objectivität 
und begnügt sich mit dem Schein derselben. 
Die Flächenkunst zeigt in der Zeichnung nur die 
abstracte Hälfte eines Bildes. Die Zeichnung kann 
malerisch, d. i. mit Farben vollendet Werden, und 
zeigt die Dinge, wie sie im Lichte gefärbt er- 
scheinen (Malerei); sie kann aber auch mechanisch, 
bloss technisch, z. B. durch Schattirung mit Blei, 
Kreide, Tusche vollendet Werden; sie abstrahirt von 
der Mannigfaltigkeit der Farben, und zeigt die Dinge 
nur wie sie vom Lichte beleuchtet erscheinen, im 
Spiel von Licht und Schatten. 
Der Kupferstich entsagt der Farbe und ist, 
bloss Schwarz auf Weiss, eine technisch vollen- 
dete Zeichnung, die zum Zweck der Ver- 
vielfältigung von einer Kupferplatte ab- 
gedruckt ist. 
Die Art und Weise, wie die Zeichnung auf die 
Kupferplatte gebracht wird, um sie durch Abdruck 
zu vervielfältigen, ist die Technik des Kupferstechers, 
die sehr verschieden sein kann, bedingt aber den Ein- 
druck, den ein Kupferstich auf den Beschauer macht; 
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