Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711373
des Ulysses" vorstellend, nach den Gemälden des 
Primaticcio und Abbate in Fontainebleau erhalten, 
die immerhin noch ein Zeugniss geben von dem in 
Fontainebleau herrschenden mythologischen Ge- 
schmack. Die Meister, die sich hier zusammenfanden, 
um den ersten Kunstruhm Frankreichs zu begründen 
und zu verbreiten, werden die Schule von Fon- 
tainebleau genannt. Ihre Namen sind zum Theil 
vergessen; ihre Werke sind in einer meist rohen 
und unbehülflichen Weise ausgeführt. Doch erhielt 
sich ihre Technik eine Zeit lang. Einer der letzten, 
der sich ihrer bediente, doch den Ruhm eines guten 
Zeichners hatte, war Franz Perrier, von seinem 
Vaterlande Burgundus genannt. Er ging nach Rom, 
wo er sich dem damals beliebten Studium der Antike 
widmete und 1638 eine Sammlung von 100 Blättern 
in F01. heruusgab unter dem Titel Icones et segmenta 
nobißum signorum et statuarum, ein Werk, das sich 
auch eine Zeit lang in Ansehn erhalten hat. 
In einer durchaus eigenthümlich-selbständigen 
Bedeutung erscheint aber ein Meister, der auch in 
der Kunstgeschichte Frankreichs nicht übersehen 
werden kann; und da er überhaupt in der Kunst- 
geschichte einzig dasteht, es wohl verdient, dass wir 
etwas näher auf ihn eingehen. Dieser Meister ist 
jaques Callot, unbedeutend als Maler, vertritt er 
als Zeichner und Radirer durch seine phantastisch- 
humoristischen Darstellungen des wirklichen Lebens 
in einer eigenthümlichen Weise das Genre, und 
hat sich durch diese Richtung seines schöpferischen 
Kunsttalentes einen bleibenden Namen erworben. 
Iaques Callot stammte aus einem alt-adelichen 
Geschlechte in Lotharingen. Sein Vater war Wappen-
        

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