Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711339
jüngste Gericht ebendaselbst in 11 grossen Blättern, 
für den Zeichner und Kupferstecher ein höchst 
schwieriges Werk, das in dieser Ausdehnung nur 
noch einmal von Nikolas Beatricet gestochen ist. - 
Martin Rota aus Dalmatien hat denselben Gegen- 
stand aber nur auf einem Blatt 1569 gestochen und 
dies Werk dem Herzog Emanuel Philibert von Sa- 
voyen gewidmet. Er brachte, wie es schon von 
einem früheren Stecher geschehen war, in dem 
Schlussstein des Bildes das Portrait des Michel An- 
gelo an, und nach dieser Darstellung ist das Werk 
von Ich. Wierx und Leonhard Gautier copirt. 
Martin Rota hat aber auch nach eigner Erfindung 
ein jüngstes Gericht gestochen, das von Giacomo 
Franco copirt ist.  Aeneas Vico aus Parma 
erlernte die Zeichenkunst bei Iulius Romano und 
studirte eine Zeit lang unter Marc-Anton, den er aber 
nicht erreichen konnte, zumal er bei der Ausführung 
seiner Werke oft iiüchtig zu Werke ging. Er stach 
viel nach eigner Erfindung und erwarb sich durch 
sein Studium der Antike ein Verdienst. 
3. In eine dritte Gruppe sind etliche Maler 
dieser Zeit zusammenzustellen, welche sich vornehm- 
lich des Radirens bedienten. Die Italiener nennen 
als den Erfinder dieser Technik den Maler Fran- 
cesco Mazzuoli aus Parma, daher auch gewöhn- 
lich Parmesano genannt. Für gewiss kann aber nur 
angenommen werden, dass er in Italien der erste 
war, der sich dieser, in Deutschland schon von 
Albert Dürerangewendeten Technik bediente. Man 
kennt eine beträchtliche Anzahl radirter Blätter 
dieses Meisters, die für den Geschmack jener Zeit 
viel ansprechendes gehabt haben mochten, da sie oft
        

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