Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711320
Nettigkeit geschätzt.  Dasselbe gilt auch von 
Iulius Bonasone aus Bologna. Er war auch 
Maler und stach viel nach eignen Eründungen im 
Geschmack der Zeit, wie die Geschichte der Iuno in 
22 Blättern mit italienischen Versen u. a., die indess 
keine hohe Idee von seiner Erlindungsgabe erwecken 
undlwenig ansprechen, zumal in dem gewöhnlichen 
Zustande von abgenutzten Platten, in welchem in der 
Regel auch die Werke dieses Meisters angetroifen 
werden. Besser ist die Eroberung Trojas nach Pri- 
maticcio und der Kampf mit dem Löwen. - Zur 
Schule des Marc-Anton wird auch der Lothringer 
Nikolas Beatrizet gezählt, der zwar vieles, aber 
wenig ansprechend in Kupfer gestochen hat und der 
nur hier erwähnt wird, weil man ilm für identisch 
gehalten hat mit dem, unter dem Namen: der 
Meister mit dem Würfel bekannten Mono- 
grammisten. Dieser aber übertriift ihn weit und 
verräth in seinen Stichen viel mehr die Schule des 
Marc-Anton. 
2. Zur zweiten Gruppe gehören die Familie der 
Ghisi, Aeneas Vico, Martin Rota und Gria- 
como Franco. Das Oberhaupt der Familie Ghisi, 
von ihrer Vaterstadt Mantua auch Mantuanus ge- 
nannt, war 10h. Baptist, ein Maler aus der Schule 
des Iulius Romano, seine Söhne G eorg und Adam, 
und seine Tochter Diana. Der bedeutendere unter 
ihnen war Georg. Seine Vorliebe für Michel 
Angelo war nicht günstig für seine Zeichnung, die 
er öfter namentlich in den Muskeln über-trieb. Seine 
berühmtesten Blätter sind ausser einigen andern die 
Propheten und Sybillen nach Michel Angelo in der 
Sixtinischen Kapelle in 6 grossen Blättern und das
        

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