Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711237
um 1460 geboren; Nicoletto da Modena, um 1454 
geboren; Robetta, um 1460 in Florenz geboren 
u. A., deren Stiche roh und selten sind. Doch muss 
hier der Maler Andreas Mantegna genannt 
werden. Im Jahre 1451 in der Nähe von Mantua 
geboren und zu Padua 1517 gestorben, kam er als 
armer Knabe, aber mit glücklichen Talenten für die 
Malerei ausgestattet, in die Schule von Squar- 
cione, der damals als Vater der Maler gerühmt 
ward, und der ihn so lieb gewann, dass er ihn zu 
seinem Erben einsetzte. Aber diese Liebe ver- 
wandelte sich in bittern Hass, als Mantegna sich mit 
der Tochter seines, des Squarcione, Feindes Bellini 
verheirathet hatte. Seine Weitere Geschichte als 
Maler kann hier übergangen werden. Er war aber 
auch Kupferstecher, und soll diese Technik von An- 
tonio Pollajuolo, einem Mitarbeiter des Fini- 
guerra, gelernt haben. Als Kupfer-Stecher ist Man- 
tegna, ausser durch mehrere religiöse Originalstiche 
voll tiefer Empfindung, besonders berühmt durch ein 
Werk, das er in 9 Blättern nach seinen Zeichnungen 
für den Herzog von Mantua verfertigte: der Triumph 
des Iulius Cäsar. Gröthe, der diesem Werke in 
seinem „Ferneres über Kunst" einen besonderen 
Aufsatz gewidmet hat, meint, nach den Zeichnungen 
seien die 9 in Wasserfarben ausgeführten Gemälde, 
welche sich noch in Hamptoncourt beiinden, aber 
nur 3 oder 4 in Kupferstich von Mantegna aus- 
geführt. Er findet darin ein Streben nach dem, 
was man Styl nenne, nach einer allgemeinen Norm 
der Gestalten, was auf das Studium der Antike zurück- 
weise, auf welches Mantegna allerdings in der Schule 
des Squarcione hingewiesen war; es gelinge ihm
        

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