Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711224
gefahren, und habe so einen Abdruck auf Papier 
gewonnen. Allerdings giebt es ziemlich viele Ab- 
drücke von Niellen, die als Werke von Finiguerra 
und anderen Goldschmieden gelten; 0b sie aber 
nicht mehr nur als Goldschmiedearbeiten zu be- 
trachten sind, denn als Abdrücke, die mit der Ab- 
sicht Kupferstiche zu liefern gemacht sind, ist eine 
andere Frage. Gewiss ist, dass ein Gehülfe des Fi- 
niguerra, der Florentiner Baccio Baldini (1436 
bis 1480) nach Zeichnungen seines Freundes, des 
Malers Sandro Botticello Kupferstiche beabsich- 
tigte und als einer der ersten Kupferstecher Italiens 
genannt werden muss. Von seiner Kunst, die den 
Goldschmied verrathen, geben die Vignetten Zeug- 
niss, die er zu Dante nach Zeichnungen von Botti- 
cello gestochen hat. Seine Werke sind ziemlich 
zahlreich, lassen aber nicht zur Genüge erkennen, 
was von ihm und was von Botticello gestochen ist. 
 Als Mitarbeiter des Finiguerra und demnach auch 
als Miterfmder des Kupferstichs wird Antonio 
Pollajuolo aus Florenz (1426-1498) genannt, da 
ihm auch einige Kupferstiche zugeschrieben werden. 
Es kann bei dieser allgemeinen Uebersicht wenig 
interessiren, ein Dutzend Namen zu nennen von 
Malern und Goldschmieden, die in der letzten Hälfte 
des 15. Jahrh. in Italien in Kupfer gestochen haben. 
Ihre Werke sind roh und trocken. Sie beweisen 
nur, wie bekannt die Technik in Oberitalien war, 
und können selbst die Behauptung unsicher machen, 
Fdass der berühmte {iorentiner Goldschmied Finiguerra 
wirklich der Erfinder des Kupferstichs in Italien ge- 
wesen sei.  So die Brüder und Carmeliter-Mönche 
Giov. Maria und Giov. Antonio da Brescia,
        

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