Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711207
und in diesem Lande die Kunst studiren müsse, um 
etwas tüchtiges zu leisten. Sie errichteten in Rom 
einen Kunsthandel, wie Cornelius Bosch u. A., 
oder machten Studien und kamen bereichert mit den 
Anschauungen der italienischen Meister in die 
Heimath zurück, wo sie ausführten, was sie als 
Zeichnung oder eigene Erfindung aus Italien mit- 
brachten. Auf diesem Wege fand zuerst in Flandern 
die Renaissance Eingang und Aufnahme, und hin- 
derte die fröhliche Entfaltung des nationalen Kunst- 
geistes. 
Die Technik der ilandrischen Kupferstecher war 
zunächst jene feine, wie sie in germanischen Landen 
von den Goldschmieden übernommen, dann weiter 
durch die kleinen deutschen Meister, oder in Holland 
durch Lukas van Leyden, Crispin de Pas und die 
Wierixe weiter ausgebildet ward.  Cornelius 
Bosch, um x 5x0 in Herzogenbusch geboren, kam 
früh nach Italien, wo er, wie schon gesagt, einen 
Kunsthandel begründete, und sich auch nach den 
italienischen Kupferstechern zu bilden suchte.  
Adrian Collaert, um 1520 in Antwerpen geboren, 
war daselbst Kunsthändler, besuchte Rom und gab 
nach seiner Rückkehr die zahlreichen Blätter heraus, 
die seinen Namen bekannt gemacht haben. Sein 
eben so thätiger Sohn Hans unterstützte ihn bei dieser 
Arbeit, und lieferte selbst viele Kupferstiche für den 
Verlag.  Die feine Manier zu stechen konnte je- 
doch auf die Länge nicht befriedigen. Man verliess 
den herrschenden Styl der Zeitgenossen, den Styl 
der Wierixe und Collaerts und erwählte einen brei- 
teren und kräftigeren Stich , womit G e r h a. r d d e 
j o d e (152 1-159 1) aus einer Künstlerfamilie in Ant-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.