Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711165
liche Wirkung der Radirnadel hervorgebracht hat. 
 Nach dem 1620 erfolgten Tode Eltzheimers kehrte 
der Freund in seine Vaterstadt zurück, wo er in 
Folge eines Liebestrankes, den ihm seine Geliebte, 
um ihn zu beherrschen, gegeben haben soll, sein 
Bewusstsein verlor, und nur noch wenig lichte 
Augenblicke hatte, in welchen er sich seiner Kunst 
widmete. 
Die Gebrüder Wierix aus Amsterdam, jo- 
han, geb. 1550, Hieronymus, geb. 1551 und 
Anton, geb. 1552, haben sich durch die ausser- 
ordentliche Sauberkeit und Nettigkeit ihrer Stiche 
einen berühmten Namen gemacht. Freilich sind 
durch die ausserordentliche Sauberkeit ihre Stiche 
etwas trocken und kalt gerathen, was aber dem 
Beifall, den sie fanden und noch ünden, keinen Ein- 
trag gethan hat. johan und Hieronymus, bei weitem 
die fleissigsten unter den Briidern, haben sich auch 
nach Albrecht Dürer gebildet, von dessen Werken 
sie schöne Copien geliefert haben, wie Adam und 
Eva, der Ritter Georg zu Pferde, die Melancholia. 
,Von bewundenmgswürdiger Sauberkeit sind die 
Stiche: Christus am Kreuze, das von einer Weinrebe 
umgeben auf der Weintraube ruhet, die josua und 
Caleb aus dem gelobten Lande bringen. Darunter 
auf einer Tafel die allegorische Erklärung nach der 
hl. Schrift, und in den 4 Ecken des Bildes in kleinen 
Medaillons oben die Beschneidung des A. T. und 
die Taufe Christi; unten die Gesetzgebung und die 
Ausgiessung des hl. Geistes. Eins der Hauptblätter 
von Hieronymus. Dann: Christus unter den Marter- 
Werkzeugen, mit der Ueberschrift: Quoniam ego in 
üagella paratus asum; ein kleines Bild. Ebenso:
        

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