Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711140
Nachahmern nicht fehlte, wozu auch Peter Issel- 
bur g gehörte, der 1580 in Köln geboren ward, 
später nach Nürnberg übersiedelte, wo er der Lehrer 
des nachher berühmt gewordenen deutschen Malers 
Joachim Sandrart ward, und 1630 gestorben ist. 
Crispin de Pas hatte drei Söhne und eine Tochter, 
welche sämmtlich das Kupferstechen von ihrem 
Vater lernten. Sein ältester Sohn Crispin (der 
Junge genannt) war 1570 in Utrecht geboren, hat 
wenig in Kupfer gestochenü) und ist wahrscheinlich 
früh gestorben. Der zweite Sohn Wilhelm (1572 
in Utrecht geboren) ging früh nach England, wo er 
durch seine zahlreichen Portraitstiche beliebt ward. 
Der dritte Sohn Simon (1574 zu Utrecht geboren) 
ging ebenfalls nach England, wo er, wie sein Bruder 
durch Portraitstiche beliebt ward, nach einem lojäh- 
rigen Aufenthalt daselbst aber nach Dänemark ging, 
wo er in die Dienste des Königs Christian IV trat, 
dessen Portrait er in einer malerischen Weise ge- 
stochen hat. Ueberhaupt gelten die Portraits, welche 
die Pas gestochen haben, für die besten ihrer Werke, 
namentlich die in England gestochenen Werke.  
Magdalena, das jüngste Kind, war eine gute 
Landschaftstecherin, soll aber hier nur genannt sein, 
weil sie in ihren Stichen nach Eltzheimer, den un- 
glücklichen Freund des unglücklichen Eltzheimer, den 
1 In dem Werke: Instruction du roy en Pexercice de monter ä. 
cheval par Antoine de Pluvinel, das auc1_1 ins Deutsche übersetzt 
und mit den Kupfern von Matth. Merian gestochen wurde, sind zu 
den Kupferstichen die Platten verwendet, welche für ein anderes 
Werk desselben Verfassers „le maneige royal" von Crispin de 
Pas le jeune gestochen sind. Vermuthlich nach den Zeichnungen 
seines Vaters, der das Zeichnen in der Reitakademie lehrte.
        

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