Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711100
Rom gestorben, wo er sich durch Einsicht und 
Kunstfertigkeit auszeichnete. Sein Werk besteht 
aus etwa go Blättern, die radirt und mit dem Grab- 
stichel in guter Manier beendet sind, heilige und 
andere Gegenstände enthaltend. Sein Sohn, joh. 
Friedrich Greuther 1600-1660, gehört den 
Italienem an, wo er als einer der besten Kupfer- 
stecher hoch geschätzt wurde. Er lebte stets in Rom. 
2. Wir wenden uns zu den Niederlanden. 
Auch hier liegen die Anfänge des Kupferstichs im 
Dunkel, das auch durch einige Namen, wie des schon 
genannten Zwott, und eines Alart du Hameel nicht 
aufgeklärt wird. Wir unterscheiden für unsern Zweck 
die holländische und die brabanter oder 
flandrische Schule, die erste, so zu sagen mit 
bürgerlichem Sinn auf das Genre in einem bis zum 
Excess getriebenen Realismus gerichtet, die zweite 
mit aristokratischem Sinn in der Darstellung des 
Historischen einen eigenthümlichen Idealismus be- 
wahrt. Und wenn dieser Unterschied eigentlich nur 
von den Malerschulen beider Länder anzuwenden ist, 
so kann er doch auch in der mit der Malerei ver- 
wandten zeichnenden oder Stecherkunst bemerkt 
werden, und kommt in der folgenden Periode zu 
voller Entfaltung. 
Holland. 
Hier ist nun zuerst Lukas van Leyden zu 
nennen, 1494 in Leyden geboren, wo er auch, 39 
Jahre alt, 1533 gestorben ist. Sein Vater Hugo 
Jacobsz war ein unbedeutender Maler, bei welchem 
er die Anfangsgründe seiner Kunst erlernte, diese 
aber bei einem glücklichen Talente so wohl begriff, 
dass er einer der vorzüglichsten Maler der holländi-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.