Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711096
waren Maler und Goldschmiede und radirten meist 
auf Stahl- oder Eisenplatten. Der Kunsthändler 
David Franck in Nürnberg im 17. Jahrhundert hatte 
230 Platten dieser Künstler gesammelt, nummerirte 
sie und gab Abdrücke davon unter dem Titel: Opera 
Hopferiana heraus; daher die nummerirten Blätter 
Sämmtlich zweite Abdrücke sind, die für die Sammler 
nicht den gleichen Werth haben, wie die nicht 
nummerirten ersten Abdrücke. Das Monogramm 
dieser Meister ist eine Hopfenblüthe in einer Vase, 
und bezieht sich ohne Zweifel auf ihren Namen. 
Man wollte früher in diesem Monogramm einen 
Leuchter erkennen und nannte daher die Brüder 
"die Meister mit dem Leuchter". Daniel ist wohl 
der bedeutendste unter ihnen. Seine Darstellungen 
Sind profane Gegenstände, oder der Bibel und 
Legende entnommen. Hieronymus copirte mehrere 
Holzschnitte Dürers. Lambert ist der geringste 
unter den Brüdern. In ihren Stichen nach Mantegna 
und in ihren mythologischen Bildern erinnern sie an 
die kühnsten Zeichnungen der Italiener, und führten 
die Kunst auf bedenkliche Abwege. 
Eine rühmende Erwähnung verdienen noch der 
schweizer Maler Christoph Maurer 1558-1614, 
der, auch als tüchtiger Formschneider bekannt, ein 
vortreiflicher Radirer war, wovon eine Sammlung 
von 40 Sinnbildern Zeugniss giebt, die unter dem 
Titel: Emblemata etc. im Jahre 1620 herausgegeben 
sind.  Dann der Nürnberger Goldschmied Christoph 
Iamnitzer 1560-1618, der viele, mit leichter Nadel 
radirte groteske Blätter herausgab, wie „Kinder- 
spiele", „Kinder auf Seeungeheuer" etc. Zuletzt: 
Matthäus Grreuther aus Strassburg und 1638 in
        

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