Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711068
selten in Rücksicht der Zeichnung und des Vortrags 
kleine Meisterstücke sind. Man rühmt von seinen 
zahlreichen Arbeiten, dass darunter keine einzige 
schlecht und schülerhaft sei, woraus man wohl mit 
Herrn v. Quandt schliessen mag, wie trefflich seine 
Vorschule bei Dürer müsse gewesen sein. Als Pencz 
nach Deutschland zurückkehrte, verheirathete er sich 
und starb in Breslau 15 56.  Sein Landsmann 
Barthel Beham war 1502 in Nürnberg geboren, 
wo er wahrscheinlich den Unterricht Dürers genoss. 
Da er Talent für die Malerei zeigte, ward er zu 
weiterer Ausbildung vom Herzog Wilhelm v. Baiern 
nach Italien geschickt, wo er ein Schüler von Marc- 
Anton gewesen sein, und seinen Meister bald soweit 
erreicht haben soll, dass einige Arbeiten des Schülers 
für Werke des Meisters gehalten wurden. Bei 
einem zweiten Aufenthalte in Italien starb er in Rom 
1540. Seine Kupferstiche soll er sämmtlich in den 
Jahren 1520-1537 in Deutschland ausgeführt haben. 
Sie zeichnen sich durch zierliche Zeichnung und 
durch einen feinen, weichen Stich aus.  Productiver 
als Barthel war sein Bruder Hans Sebald Beham, 
1500 in Nürnberg geboren, WO er sich nach Dürer 
bildete, aber auch manche Anregung von seinem 
Bruder Barthel empiing. In seinen Kupferstichen 
bewahrt er eine Zartheit, Sauberkeit und Präcision, 
worin er von keinem der kleinen Meister übertroffen 
ist. Obwohl er auch in ernsten Darstellungen vor- 
trefflich ist, liebte er doch mehr das derb Realisti- 
sche, was mit seiner ausschweifenden Lebensweise 
mehr übereinstimmte. Seines lüderlichen Wandels 
wegen musste er Nürnberg verlassen und siedelte 1540 
nach Frankfurt a. M. über, wo er ileissig arbeitete.
        

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