Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713739
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Vollendung der 2 noch fehlenden Cartons wurde von 
seinen Mitarbeitern erwartet. Wie vollendet auch 
der Stich dieser berühmten Blätter ist, so will man 
doch darin eine treue Wiedergabe der Original- 
Cartons vermissen, wiefern die kräftigen Töne der 
Kupferstiche wohl einem vollendeten Gemälde, aber 
nicht den in höchster Einfachheit mit Aquarell- 
Farben leicht übergangenen Cartons entsprechen. In 
dieser Beziehung werden die Stiche von N. Dorigny 
(vergl. pag. 178) vorgezogen. 
Nach den RaphaePschen Cartons hat auch John 
Burnet 8 Blätter malerisch in Stahl geätzt; doch 
ist dieser Genremaler in London (1784- 1868) auch 
als vortrefflicher Kupferstecher in seinen Stichen 
nach Wilkie (z. B. in den Blättern „die Pensionäre", 
„die TestamentseröEnung", „der blinde Geiger") und 
anderen Malern, bekannt geworden. 
Als vorzüglicher Kupferstecher ist ferner Georg 
D0 o (seit 18 36 historischer Kupferstecher des Königs 
von England) z. B. in seinen Blättern „die Predigt 
des I. Knox in St. Andrevs" nach Wilkie, und „die 
Pilger beim Anblick von Rom" nach Eastleake 
bekannt. 
Andere, zum Theil auch als Stahlstecher be- 
kannte Meister sind Ch. G. Lewis, ]os. Saunders, 
Schüler von Longhi, und  H. Watt.  In Thier- 
stücken ist ausgezeichnet Ben j. R. Gibbon (1- 1851 
in London), dessen "Jack in ofiice" nach Landseer be- 
kannt ist.  In der modernen Schabkunst und 
Tuschmanier sind Samuel Cousins (geb. 1801) 
und Thomas Landseer hervorzuheben.
        

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