Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-711055
Am productivsten und in der Technik am voll- 
kommensten erscheint er in seinen Ornamentstichen 
für Goldschmiede und Kunsttechniker, die vornäm- 
lich der Renaissance angehören und ähnlich wie die 
italienischen Ornamente aus einer bunten Combination 
verschiedener Elemente aus der Piianzen-, Thierwelt, 
Masken, Vasen, mythologischen Figuren u. A. be- 
stehen. Das Münchner Kupferstich-Cabinet enthält 
eine schöne Sammlung dieser Ornamente, welche von 
Obernetter durch photographischen Druck verviel- 
fältigt sind. 
Unter den kleinen deutschen Meistern stehen 
auf der Höhe der Kunst Georg Pencz und die 
Brüder Bartel und Sebaldus Beham. Georg 
Pencz  r 500 in Nürnberg geboren  der Schüler 
Dürers ward und nachdem er sich bei diesem aus- 
gebildet hatte, nach Italien ging, um als Maler 
Raphael zu studiren, und im Kupferstich den Unter- 
richt Marc-Anton Raimondfs zu geniessen. Wenn 
er in seinem Stich diesen oft erreicht, und im Vor- 
trage selbst übertrifft, so unterscheidet er sich doch 
von ihm dadurch, dass er eigene Erfindungen in 
Kupfer stach, und das kleine Format der deut- 
schen kleinen Meister beibehielt. In dieser Be- 
schränkung kann man wohl den Beweis dafür finden, 
dass die Technik dieser Meister nicht ausreichte für 
grosse Dimensionen, und dass es nicht in ihrer Ab- 
sicht lag, grössere Gemälde zu copiren, sondern dass 
ihr Streben darauf gerichtet War, ein selbständiges 
Bild darzustellen, das etwa einen Ersatz für die so 
beliebten Miniaturen liefern sollte. Dies ist dem 
Pencz in dem Maasse gelungen, dass seine kleinen, 
nach eignen Zeichnungen verfertigten Blätter nicht
        

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