Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713607
hinterliess aber Stephan Fiquet (1731-1794), 
einen treiflichen Schüler, der sich durch seine kleinen, 
mit grosser Feinheit und Reinheit gestochenen Bild- 
nisse berühmter Männer einen wohlverdienten Ruhm 
erwarb. Wille dagegen hat seine Künstlerlaufbahn 
in Paris begonnen und beschlossen. Wie er Deutsch- 
land angehört durch Geburt und durch die daselbst 
gebildeten Stecherschulen, so gewann er auch in 
Paris durch Vorbild und Unterricht einen Einiluss, 
der mit dem französischen Nationalgeiste durchwebt 
hier wieder zu selbständigen und zu den trefflichsten 
Leistungen führte, welche die Geschichte des Kupfer- 
stichs zu verzeichnen hat. 
Nur im Vorübergehen nennen wir Samuel 
Chollet, der sich dem Landschaftsfache widmete. 
 Justus Chevillet, ein Deutscher aus Frank- 
furt ajO., wählte Paris zu seinem Aufenthalt, wo er 
Wille's Schüler ward und 1800 gestorben ist. Wie 
völlig er sich nach Wille, der sein Schwager war, 
gebildet hat, zeigt eins seiner besten Werke: La 
Santee rendue nach Terbourgh.  Bedeutender als 
er war Carl Clemens Bervic, eigentlich Barvez, 
in Paris 1756 geboren und 1822 gestorben. Er hatte 
sich unter Wille zu einem trefflichen Kupferstecher 
gebildet, der namentlich im Stich plastischer Werke 
sehr vorzüglich war. In seinen Stichen nach Ge- 
mälden strebte er in einer etwas zu sehr metallisch 
schimmernden Technik nach malerischer Abstufung 
der Tinten. Die Education d'Achilles nach Reynolt 
und Plnnocence nach Mirimee gehören zu seinen 
geschätzteren Blättern.  Peter Alexander 
Tardieu, in Paris 1756 geboren und 1844 in hohem 
Alter gestorben, hatte unter Wille, dann unter Bervic
        

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