Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713593
habe auch in seinen Darstellungen antiker Helden 
gespukt.  Und David hatte viele Schüler und Nach- 
ahmer; doch kamen Viele, wie er selbst, auf einen 
ruhigern Weg der Kunst zurück. Während Ingres 
noch festhielt an einer strengen antiken Auffassung, 
erklärte Delacroix ihr den Krieg. Hippolyt 
Flandrin wandte sich der religiösen Malerei zu. 
Paul d e la Ro ch e drang mit physiologischer Beob- 
achtung in die Tiefen des Gemüths, und Grerard, 
ein beliebter Portraitmaler, rettete die Kunst vor 
dem antiken Ungeschmack seines Lehrers David. 
Auch der Kupferstich nahm das Sprühen des 
Revolutionsdrachen in sich auf, nicht bloss, dass er 
sich hergab, die Männer und Scandale der Revolution 
zu glorificiren, auch in die Darstellungsweise kam die 
verbrecherische Unruhe; man möchte sagen, dass die 
Paroxismen der Revolution auch in die Hand der 
Kupferstecher gefahren seien. Zu dergleichen Meistern 
gehörte P. M. Alix, der schon um 1790 arbeitete 
und viel dazu beitrug, die sogenannten englischen 
Stichmanieren in Frankreich einzuführen, sich auch 
mit dem Farbendruck beschäftigte. Er hat sich 
durch viele farbige Bildnisse der Revolutionshelden 
bekannt gemacht und in sonstigen Revolutionsbildern 
wusste er seinen ungestümen Revolutionssinn selbst 
in den wild und grell aufgetragenen Farben auszu- 
drücken. 
Wir verlassen diese Handlanger der Revolution 
und wenden uns zu würdigem Meistern. 
Hier ist nun zuerst zu erinnern an die beiden 
schon in der deutschen Schule genannten deutschen 
Meister Georg Friedrich Schmidt und Ioh. Georg 
Wille. Schmidt ging Wieder nach Berlin zurück,
        

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