Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713471
Stickmuster und erlernte das Kupferstechen durch 
eigene Uebung. Mit diesen autodidaktischen Ver- 
suchen gab er unter dem Namen „]ohann Renard" 
seine ersten Proben in Paris heraus. Der Beifall, 
den sie fanden, veranlasste ihn, zu weiterer Ausbil- 
dung nach Venedig in Wagenefs Schule zu gehen, 
wo sich Bartolozzi seiner annahm und ihm die 
Geheimnisse der Technik zeigte. In Venedig zeich- 
nete und stach er Vieles, wie es in der dortigen 
Schule eingeführt war, auch für den Verlag von 
Wagener, nach Piazzetta, Magotti, Amiconi, nach 
dem Theatermaler Andr. Zucchi, nach dem Land- 
schaftsmaler Zuccarelli u. a. gleichzeitigen Meistern. 
Wie bildend diese Studien für ihn sein mochten, eins 
lernte er doch nicht dabei, nämlich in den Geist der 
grossen Maler des 16. jahrhunderts einzugehen, was 
ihm auch später nicht gelang, als er sie sorgfältiger 
studirte. Zu diesem Zweck begab er sich nach 
Rom, wo er alsbald viel zu thun bekam. Für 
Hamilton's Schola italica (s. die 2. Periode) stach er 
n-xz Blätter (darunter die Hochzeit zu Cana nach 
Tintoretto). Für eine Gesellschaft von Liebhabern, 
welche die Werke Raphaels vervielfältigen liess, 
stach er 8 Blätter dieses Meisters aus den Stanzen 
im Vatican (darunter die Disputa). Einige Exem- 
plare dieser Sammlung führte er in Guachefarben 
aus, die kostbar und selten sind und schöne Beweise 
liefern für die Verbindung der Malerei mit dem 
Kupferstich. In Verbindung mit dem schweizer 
Maler P. du Cros gab er viele colorirte Prospecte 
von Rom und der Umgegend heraus (ähnlich wie 
Aberli's Schweizerprospecte). In 14 grossen Blättern 
stach er das Museum Clementinum, und vieles andere.
        

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