Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte des Kupferstichs
Person:
Frantz, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-710633
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-713468
sein Vaterland und ging 1764 nach England, wo er 
die dort beliebte Punktirmanier annahm, vervoll- 
kommnete, und in dieser Manier viel Beifall, Ruhm 
und Vermögen gewann. 1807, in seinem 77. Lebens- 
jahre folgte er einem Rufe nach Lissabon, wo er 
1813, in einem Alter von 83 Jahren als Director der 
dortigen Maler- und Kupferstecherakadernie gestorben 
ist. Bei einem glücklichen und fruchtbaren Talente 
hätte er sich leicht "einen edleren Ruhm in der 
Kupferstecherkunst erwerben können, wenn ihn die 
Begierde nach Geld und Reichthum nicht nach Eng- 
land gelockt und dort zu der weichlichen Punktir- 
manier verleitet hätte, worin er, der Liebhaberei 
der Engländer schmeichelnd, allerdings in grossen 
und kleinen Blättern viel leistete und den Geschmack 
für diese Manier weit verbreitete, so dass die Samm- 
lungen seiner Blätter in England theuer bezahlt wur- 
den.  Unter den Italienern war Franz Rosaspina, 
1762 in Rimini geboren, sein Schüler in England 
der anfangs auch in der Manier seines Lehrers ge- 
stochen hat. Als er aber nach Italien zurückgekehrt 
war, arbeitete er auch in Crayon- und Tuschmanier 
und strebte nach glänzender Grabstichelarbeit, wozu 
er sich eines von ihm erfundenen schnelleren Ver- 
fahrens bediente. Er starb 1841 in Bologna. 
Grosse Verdienste um die Fortbildung der Kunst 
hat Iohan Volpato. Ueberschaut man die 
Leistungen seiner Schule, so findet man Aehnliches 
nicht in Italien; ihm selbst ist aus der früheren 
Periode nur Dominicus Cunego zur Seite zu 
stellen. Volpato war 1738 in Bassano geboren. 
Seine erste Beschäftigung war Sticken, das er bei 
seiner Mutter gelernt hatte. Dann zeichnete er
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.